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Sunnahof-Holzfiguren schmücken Volksschule Oberau

Künstlerin May-Britt Nyberg Chromy mit dem Sunnahof-Team.
Künstlerin May-Britt Nyberg Chromy mit dem Sunnahof-Team. ©Lebenshilfe Vorarlberg
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tischlerei am Sunnahof Tufers kamen vor kurzem in den Genuss, bei einem Kunstprojekt der besonderen Art mitzuarbeiten. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Feldkircher Volksschule Oberau wurden Holzfiguren gefertigt und diese dann anschließend bemalt.

Bei einer großen Feier Anfang Dezember wurden die kunstvollen Figuren der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Kunstprojekt „Mobile Figuren“ wurde von der Feldkircher Künstlerin May-Britt Nyberg Chromy geleitet, die Mitte Oktober mit 15 Kindern dem Biohof der Lebenshilfe Vorarlberg einen Besuch abstattete. Nach einer kleinen Führung durch den Sunnahof ging es weiter in die Schreinerei. „Das Interesse der Kinder an der Arbeit mit Holz und die Neugier der Beschäftigten, was es nun mit den Kindern auf sich hat, war deutlich spürbar und schuf eine sehr motivierte Atmosphäre“, erinnert sich Christa Lissy, die Direktorin der VS Oberau.

Kinder-Silhouetten auf Holz gebannt
Um Form für die gewünschten Holzfiguren zu bekommen, bedienten sich das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tischlerei eines einfachen Tricks. Die Kinder wurden einfach vor die Holzplatten gestellt und mit einem Overhead-Gerät angestrahlt. Die so entstandenen Silhouetten wurden auf dem Holz markiert und anschließend ausgesägt. Die fertig geschliffenen Figuren, die mit Ständern aus dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) Rankweil befestigt worden waren, wurden rund drei Wochen später vom Sunnahof-Team bei der Volksschule abgeliefert. „Auch dieses Mal durften die Kinder mithelfen. Die Profis aus der Holzwerkstätte zeigten den Kleinen ganz genau, wie die Figuren richtig montiert werden. Die Zusammenarbeit war sehr harmonisch und hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht“, so Direktorin Lissy.

Identitätswechsel
Am 1. Dezember fand in der VS Oberau eine große Feier statt, bei der das Kunstprojekt einem breiten Publikum vorgestellt wurde. Die im Eingangsbereich sowie in den Stiegenhäusern der Schule aufgestellten Figuren zogen alle Blicke und viel Bewunderung auf sich. Auf den Figuren waren auch Schilder angebracht, die biografische Texte enthielten, welche von verschiedenen SchülerInnen in ihrer jeweiligen Muttersprache verfasst worden waren. „So wie die Figuren mobil und verrückbar sind, sind auch diese Schrifttafeln mobil. Sie können jederzeit untereinander vertauscht werden. Dadurch können die Figuren praktisch jederzeit ihre ‚Identität‘ wechseln. Unterschiedliche kulturelle Befindlichkeiten können solcherart symbolisch beliebig viele ‚Kooperationen‘ eingehen. Das ‚Gemeinsame‘ überlagert gleichsam das ‚Trennende‘“, beschreibt Initiatorin May-Britt Nyberg Chromy das Projekt. Die Künstlerin hat sich für die Zusammenarbeit mit dem Sunnahof Tufers entschieden, um bei der Umsetzung der Arbeit von Beginn an einen Schwerpunkt auf das Thema Integration zu setzen.

Quelle: Lebenshilfe Vorarlberg

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