Sulzberger Käserebellen käsen künftig mit Milch von Zillertaler Bauern

Sulzberger Käserebellen investieren 2,5 Mio. Euro in Sennerei-Standort in Zell am Ziller
Sulzberger Käserebellen investieren 2,5 Mio. Euro in Sennerei-Standort in Zell am Ziller ©APA (Themenbild)
Sulzberg, Zell am Ziller. Die bisher bei der zur Berglandmilch gehörenden Tirol Milch unter Vertrag stehenden Zillertaler Bauern werden ab 1. Juli 2016 ihre Milch für die Sulzberger Käserebellen in Vorarlberg verarbeiten.

90 Prozent der Genossenschaftsmitglieder stimmten dafür, erklärte Obmann Hansjörg Schneeberger der APA am Mittwoch. Die Vorarlberger wollen 2,5 Mio. Euro in den Standort investieren.

“An langer Zusammenarbeit interessiert”

Der Pachtvertrag soll zunächst einmal auf fünf Jahre abgeschlossen werden, erklärte Schneeberger: “Wir sind auf jeden Fall an einer langen Zusammenarbeit interessiert”. Durch die Kooperation mit den Vorarlbergern könne der Sennerei-Standort in Zell am Ziller erhalten bleiben. Die Genossenschaft verfüge über 145 Mitglieder, im Sommer würden rund 200 Lieferanten ihre Milch in den Standort einbringen. Für die Vorarlberger sollen ab dem kommenden Jahr 8 Mio. Kilogramm Heumilch verarbeitet werden.

Genossenschaftsstandort bleibt erhalten

“Ich bin sehr froh darüber, dass die Entscheidung so eindeutig ausgefallen ist”, betonte Schneeberger. Die Aussicht auf Erhalt des Genossenschaftsstandorts habe die Bauern aus dem Zillertal überzeugt. Wäre es nach den Plänen der Tirol Milch gegangen, hätte die Milch aus dem Zillertal ab November nämlich nach Wörgl gebracht werden sollen. Damit wäre die Struktur im Zillertal weggefallen und Arbeitsplätze verloren gegangen.

Attraktiverer Milchpreis

Auch der von den Vorarlbergern bezahlte Milchpreis sei attraktiver: “Derzeit würden sie rund vier Cent mehr pro Kilogramm Milch bezahlen”, sagte Schneeberger.

Die Zillertaler Bauern sind nicht die ersten, die nach der Milchehe der Tiroler mit der oberösterreichischen Berglandmilch vor rund vier Jahren die größte heimische Molkerei verlassen. Bereits im Herbst 2013 verabschiedeten sich 195 Bauern des Wipp- und Stubaitales von dem oberösterreichischen Konzern und beliefern seit dem 1. April 2014 den Milchhof Sterzing in Südtirol. (APA/red)

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