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Straßenkleidung im Hallenbad: Elterngruppe sorgt für Aufregung in Bregenz

Bregenz. Aufregung im Seehallenbad Bregenz: Eine größere Gruppe von überwiegend muslimischen Eltern in Straßenkleidung hatte wenig Verständnis dafür, als man sie des Badebereichs verweisen wollte. Vonseiten der Stadtwerke sieht man den Vorfall entspannt. 

Derzeit finden wieder im ganzen Land die Schwimmkurse für Schüler statt, so auch in Bregenz. Bei diesen werden die Schwimmlehrer oft von einem Elternteil als Aufsichtsperson unterstützt. Diese können den Badebereich auch in Straßenkleidung betreten, erklärt Seehallenbad-Betriebsleiter Alexander Fritz im Interview. Vergangene Woche waren dies jedoch bei einem Schul-Schwimmkurs nicht nur ein oder zwei Elternteile, sondern eine ganze Gruppe – und durchwegs in Straßenkleidung.

Seehallenbad reagiert

Als die Badeaufsicht die anwesenden Eltern darauf hinwies, dass das so nicht geht, zeigten einige wenig Verständnis, bestätigt Fritz. Laut Zeugen soll es dabei zu tumultartigen Szenen gekommen sein. Über den Elternverein habe das Seehallenbad interveniert, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt. Mit ein Grund für den Vorfall dürfte eine hohe Hemmschwelle mancher muslimischer Eltern gegenüber den Schwimmkursen sein, heißt es aus dem Seehallenbad.

Schwimmunterricht darf aus religiösen Gründen nicht verweigert werden

Skepsis gegenüber dem Schwimmunterricht ist unter strenggläubigen Muslimen relativ verbreitet. Manchmal werden die Töchter, aber auch Burschen sogar vom Schwimmunterricht ferngehalten. Als Grund wird die “Unzüchtigkeit” der Badekleidung ins Feld geführt. Erst vergangene Woche traf der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ein Grundsatzurteil im Falle einer schweizerischen Familie: Die Teilnahme am gesetzlich vorgeschriebenen Schwimmunterricht kann nicht aufgrund der Gewissens- und Religionsfreiheit verweigert werden. 

Religion kaum Problem in Schwimmkursen

Im Seehallenbad hat man bisher kaum Kenntnis von entsprechenden Problemen in Schwimmkursen. Für die Organisation sind meist die Schulen verantwortlich, von entsprechenden Konflikten erfahre das Hallenbad daher kaum. Im Val Blu sind zumindest Burkinis auch abseits des Schwimmunterrichts immer wieder zu sehen, erklärt Geschäftsführer Jakob Glawitsch. Da die Begleitpersonen den Schwimmkurs jedoch durch Glasscheiben aus dem Aufenthaltsraum aus beobachten können, habe es da noch nie Probleme gegeben.

Update:

In Folge der Berichterstattung betont eine ebenfalls anwesende Mutter per Facebook, dass sich zwar eine der Müttern massiv über die Information aufgeregt habe, die Ursache des Vorfalls aber einen anderen Grund gehabt habe. Man habe den Eltern mitgeteilt, dass nur die Aufsichtsperson in Straßenkleidung im Bad geduldet werde, es sie jedoch nicht klar gewesen wer diese Aufsichtsperson sei. Auch habe sich die Gruppe von Eltern nicht ausschließlich um Personen mit muslimischer Religionszugehörigkeit gehandelt, will sie Missverständnisse vorbeugen.

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