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Straches Drogentest: Urinprobe negativ, Haarprobe noch offen

Heinz-Christian Strache unterzog sich einem Drogentest.
Heinz-Christian Strache unterzog sich einem Drogentest. ©APA
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Mittwoch seinen angekündigten Drogentest absolviert.
Strache und Klenk zum Drogentest angetreten

In der Praxis des ehemaligen Polizeiarztes Reinhard Fous in Wien hat Strache zunächst seine Urinprobe abgegeben. Das Ergebnis des Schnelltests: Negativ. Anschließend wurde eine Haarprobe entnommen, die nun in einem Speziallabor analysiert wird. Strache kündigte an, das Ergebnis zu veröffentlichen. Der Drogentest ist Ergebnis einer Posse zwischen dem FPÖ-Chef und dem Falter-Chefredakteur Florian Klenk, der Strache “im Scherz” zur Haarprobe aufgefordert hatte. Auch Klenk hat bereits eine Haarprobe abgegeben.

»Liebe Freunde und Scherzkekse vom “Falter”! Im Liebe Freunde und Scherzkekse vom “Falter”! Im vergangenen Jahr sind in Österreich über 100 Menschen an den Folgen ihres Konsums illegaler Drogen gestorben. Wenn man nun auch noch die Menschen dazurechnet, die derzeit suchtkrank sind, und die Dunkelziffer der Menschen, deren Suchtkrankheit gar nicht als solche diagnostiziert wurde, kann man ungefähr ermessen, was für einen enormen Schaden der illegale Drogenhandel und der damit verbundene Drogenkonsum in unserer Gesellschaft derzeit anrichtet.«

Strache legt auf Facebook nach

Auf Facebook legte Strache heute Morgen verbal gegen Klenk nach: Über hundert Menschen würden in Österreich jährlich an dem Konsum illegaler Drogen sterben, so Strache. “Bis vor kurzem wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, über eine derart ernste Angelegenheit Witze zu machen”, schreibt Strache. Klenk aber habe bei diesem Thema wohl keine Schmerzgrenze. Mit seinem Scherz habe der Falter-Chefredakteur “in die selbe Kerbe geschlagen wie viele meiner Gegner seit über 10 Jahren”, meint Strache. Der FPÖ-Politiker beklagt, dass man versuchen würde, seinem Ruf mit haltlosen Unterstellungen zu schaden.

Zudem kritisiert Strache, dass Klenk nicht bereit war, seine Proben beim selben Arzt abzugeben wie er. Klenk begründete das damit, dass er ausschließen wolle, dass die Haarproben “irrtümlich vertauscht” würden. Seit der BP-Wahl wisse man ja, wie in Österreich mit Kuverts mit vertraulichem Inhalt umgegangen werde. Klenk war stattdessen direkt in einem forensisch-toxilogischem Labor und lud Strache außerdem ein, als Zeuge bei der Probe dabei zu sein.

»Florian Klenk on Twitter Schnipp.«

“Eine Ungeheuerlichkeit”

Strache fragt sich in seinem Facebook-Post, ob Klenk “zu viele Folgen der Serie CSI” angeschaut habe. Damit, dass der Falter-Chef “Manipulationen” befürchte, wenn er seine Probe beim selben Arzt wie Strache abgeben würde, ließe er den Arzt “unprofessionell und unmoralisch” aussehen. Das sei nicht nur traurig, sondern sogar strafbar, weil er dem Arzt, Dr. Reinhard Fous, kriminelle Handlungen unterstelle. “Was glaubt er, was ein Arzt ist? Ein Gelegenheitskrimineller?”, fragt Strache. “Einem Arzt so etwas zu unterstellen ist eine Ungeheuerlichkeit!” Strache fordert Klenk auf, seine “rufschädigenden Aussagen” gegenüber Dr. Fous sofort zu widerrufen.

Der FPÖ-Chef erschien derweil seinerseits ebenfalls nicht als Zeuge bei Klenks Haarprobe, die sich dieser heute morgen abschneiden ließ.

»Florian Klenk – Da Strache morgen auch als Zeuge nicht… | Facebook Da Strache morgen auch als Zeuge nicht kommt, habe ich Staatskünstler Thomas Maurer nachnominiert. Er wird mit dem Notar die korrekte Haarabnahme…«
»Florian Klenk – Der Posse dritter Teil BREAKING: Straches… | Facebook Der Posse dritter Teil BREAKING: Straches Lulutest negativ Soeben habe ich erfahren: Strache hat heute seine Haarprobe und seinen Urin dem praktischen…«

(Red.)

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