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Stilbewusster Perfektionist

Bregenz - Endlich einer, der von sich sagt, dass er glücklich ist. Ungeduldig zwar, bisweilen gar zornig. Aber glücklich. Einer, der "die Sanftmütigen bewundert, nicht die Langweiligen".

Der so gern kocht, „weil man die Erfolge da gleich verspeisen kann“. Und seinen Beruf als Pfarrer liebt: „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“

Auch wenn man als evangelischer Seelsorger mit seinem Privatleben im Glashaus sitzt. Auch wenn es zunehmend schwerer fällt, die Menschen für Gottes Wort zu begeistern.

Aber sagen Sie, Herr Pfarrer, so von Katholik zu Protestant: Ist nun der Karfreitag wirklich der höchste Feiertag der Protestanten? „Nur in Zusammenhang mit Ostern“, schränkt Olschbaur ein. Das Kreuz bliebe ohne Auferstehung sinnlos unvollständig.

Seit Oktober 1981 ist er Pfarrer in Bregenz. Zur Gemeinde zählen 2500 Protestanten. Ein reformierter Goldfisch im katholischen Mehrheitsmeer. Da stiehlt sich ein Lächeln in sein Gesicht, wenn er erzählt, wie er mit Inbrunst am Karfreitag die Glocken läuten lässt. Weil ja die katholischen laut Volksmund „nach Rom geflogen“ sind.

Auf Umwegen

Für evangelische Glocken käme allenfalls Wittenberg in Frage. Drei Bahnstunden vom „protestantischen Rom“ entfernt kam er zur Welt. Sein Weg führte über Wien nach Bregenz. Aber keineswegs gerade. Erst hatte er noch Freude „an jedem hienigen Fernseher, den ich repariert hab“. Aber dem Elektroingenieur reichte die Technik nicht. So nahm er Theologie in Augenschein wie einer, der seinen Zehen probehalber ins Wasser hält. Und blieb. Als Student, der mit dem Dienstwagen von Grundig zur Vorlesung kam, später als Pfarrer. Überdies einer, der sich zurücknehmen kann. Wie gestern Abend. Da lud Wolfgang Olschbaur zum Abendmahl. Streng im Geist des Reformators Huldrich Zwingli stand die Gemeinde im Mittelpunkt. Mit Brot und Wein und später dann beim biblischen Empfang. In mediterranem Flair begann so die österliche Kernzeit am Bregenzer Ölrain.

ZUR PERSON

Beruf: Pfarrer
Geboren: 20. Februar 1945 in Quedlinburg
Familie: geschieden, zwei erwachsene Kinder
Ausbildung: HTL Graz, Elektroingenieur, Theologiestudium
Laufbahn: Pfarrer in Wien- Hetzendorf, dann Bregenz

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