Stichwahl in Bludenz zwischen ÖVP und SPÖ

Duell Tschann gegen Leiter
Duell Tschann gegen Leiter ©VOL.AT
Schwarz gegen Rot - so lautet in zwei Wochen das Duell in Bludenz.
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Wie erwartet kommt es in der hart umkämpften Stadt im Süden Vorarlbergs zur Stichwahl zwischen ÖVP-Quereinsteiger Simon Tschann und Sozialdemokrat Mario Leiter, der zum zweiten Mal Anlauf nimmt, Bürgermeister zu werden.

Simon Tschann dürfte dabei am 27. September einen Startvorteil haben: Seine ÖVP legte deutlich auf 45,86 Prozent und 16 Mandate zu (2015: 40,51 Prozent, 14 Mandate). Für den Politneuling als Bürgermeister entschieden sich im ersten Wahlgang 2.975 Wähler, also 46,98 Prozent. SPÖ-Bürgermeisterkandidat Leiter war mit 43,88 Prozent Zustimmung (2.779 Stimmen) aber nur 196 Stimmen hinter ihm und damit nicht aus dem Rennen. Die SPÖ erzielte einen Wählerzuspruch von 38,99 Prozent, das sind 14 Mandate, und legte damit leicht zu (2015: 37,76 Prozent, 13 Mandate).

Tschann freut sich "riesig"

Simon Tschann freute sich in einer ersten Reaktion "riesig". Beim ersten Antreten führend zu sein, sei "natürlich genial", dazu komme das gute Abschneiden der Partei. Einen Vorteil für die Stichwahl sah er in seiner Führung aber nicht: "Es ist ein starkes Ergebnis, aber nicht über 50 Prozent". Er appelliere an alle, die ihn bereits wählten, in zwei Wochen wieder zur Wahl zu gehen. Sein starkes Team werde weiter sparsam und fair wahlkämpfen, kündigte Tschann an.

Ergebnis für Leiter "beachtlich"

Mario Leiter fand das SPÖ-Resultat "beachtlich". Er habe in der Direktwahl gegenüber 2015 zulegen können, auch in der Parteienwahl habe man sich gegen "widrige Umstände", also den massiven Wahlkampf der ÖVP, behaupten können. In den nächsten beiden Wochen wolle er ganz stark auf die Bürger zugehen. Er sei für die Stichwahl "sehr zuversichtlich", schließlich könne man zwar "den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen".

Grüne verlieren Mandat

Das Duell der Großen ist den Kleinen in der Alpenstadt nicht gut bekommen. Bei den Grünen setzten nur mehr 8,09 Prozent (2015: 11,09) ihr Kreuz, sie haben künftig nur mehr zwei statt drei Mandate. Die Freiheitlichen verloren auf 4,95 Prozent (2015: 10,65 Prozent), sie mussten zwei ihrer bisher drei Sitze abtreten. NEOS schnitten bei ihrem ersten Antreten mit 2,11 Prozent mager ab und schafften kein Mandat. Die jeweiligen Spitzenkandidaten - Joachim Weixlbaumer (FPÖ, 3,47 Prozent), Wolfgang Maurer (Grüne, 3,98 Prozent) und Maximilian Fritsche (NEOS, 1,69 Prozent) - waren in der Bürgermeisterfrage chancenlos.

Bereits 2015 kam es in der Alpenstadt zu einer Stichwahl zwischen ÖVP und SPÖ. Damals hatte die ÖVP mit ihrem Bürgermeister Josef "Mandi" Katzenmayer eine schwere Wahlschlappe erlitten, sie verlor über zehn Prozentpunkte und kam nur mehr auf 40,51 Prozent der Stimmen. Katzenmayer, der nur 42,21 Prozent Zustimmung erhielt, musste in die Stichwahl gegen Leiter, der dem Amtsinhaber mit 40,12 Prozent ziemlich nahe gekommen war. Die Stichwahl, die wegen Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung der Wahlkarten im Dezember 2015 wiederholt werden musste, entschied Katzenmayer, der 2020 nicht mehr antrat, schließlich mit 54,6 Prozent für sich.

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(APA)

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