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Steigende Antibiotikaresistenz: Neue hochresistente Bakterienstämme breiten sich rasant aus

KI-Bild mit Dall-E
KI-Bild mit Dall-E
Die Verbreitung von hochresistenten Bakterienstämmen stellt eine ernsthafte Herausforderung für die Behandlung von Infektionen dar. Die Antibiotikaresistenz, eine der größten globalen Gesundheitsbedrohungen und fordert jährlich 1,3 Millionen Todesopfer weltweit.

Die Antibiotikaresistenz, eine der größten globalen Gesundheitsbedrohungen unserer Zeit, fordert jährlich 1,3 Millionen Todesopfer weltweit. Aktuell breiten sich zwei neue, hochresistente Bakterienstämme, bekannt als Klebsiella pneumoniae ST39 und ST323, rasant in Europa aus, insbesondere in griechischen Krankenhäusern. Diese Entwicklung stellt eine ernsthafte Herausforderung für die Behandlung bakterieller Infektionen dar.

Alarmierende Tendenz: Bakterien trotzen Antibiotika

Vor 95 Jahren revolutionierte die Entdeckung des Penizillins die medizinische Welt, indem bakterielle Infektionen behandelbar wurden. Doch heute sehen wir uns mit einer alarmierenden Tendenz konfrontiert: Eine zunehmende Anzahl von Bakterien entwickelt Resistenz gegen Antibiotika, was die Behandlung von Infektionen erschwert und in vielen Fällen unmöglich macht.

Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) warnt vor den neuen Stämmen von Klebsiella pneumoniae. Diese Bakterien können bei gesunden Menschen harmlos sein, aber bei immungeschwächten Personen schwere Infektionen wie Lungenentzündungen, Harnwegsinfektionen, Bronchitis, Mittelohrentzündungen, Sepsis oder Meningitis verursachen – Krankheiten, die normalerweise mit Antibiotika behandelt werden.

WHO warnt: Antibiotikaresistenz als globale Bedrohung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet die Antibiotikaresistenz als eine der größten globalen Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit. Der Hauptgrund für die rasante Verbreitung ist der übermäßige und oft fehlerhafte Einsatz von Antibiotika. Dies betrifft nicht nur die Humanmedizin, sondern auch die Veterinärmedizin, wo der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zur Verbreitung resistenter Bakterien beiträgt. In der EU ist der Einsatz bestimmter antibiotischer Substanzen bei Tieren bereits verboten.

Österreichs Bevölkerung besorgt über Antibiotikaresistenzen

In Österreich zeigt der "Risikobarometer 2023 Antibiotikaresistenzen" der AGES, dass die Bevölkerung ein hohes Bewusstsein für das Risiko von Antibiotikaresistenzen hat. Die größten Sorgen gelten der Entwicklung resistenter Bakterien durch die Einnahme von Antibiotika und der Infektion mit solchen Keimen im Krankenhaus. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich jedoch nicht ausreichend über die Auswirkungen von Antibiotikaresistenzen informiert.

Die Hauptinformationsquellen sind Ärzte und Apotheker, gefolgt von Informationen aus dem Internet. Die korrekte Einnahme von Antibiotika nach ärztlicher Anweisung wird als wesentliches Mittel zur Eindämmung der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen angesehen.

Schutz vor resistenten Bakterien: Hygiene ist das A und O

Um sich vor antibiotikaresistenten Bakterien zu schützen, sind strenge Hygienevorschriften in Krankenhäusern und Kliniken unerlässlich. Händewaschen vor dem Essen, nach dem Husten und Niesen sowie bei der Benutzung des WCs sind wichtige Maßnahmen. Dennoch gibt es kein Allheilmittel gegen Antibiotikaresistenz. Die Ausbreitung kann nur verlangsamt, aber nicht verhindert werden.

Wie soll man Antibiotika einnehmen?

Der Erfolg einer Antibiotikatherapie hängt von der richtigen Auswahl eines gegen die jeweiligen krankmachenden Bakterien wirksamen Antibiotikums sowie von der korrekten Dosierung und erforderlichen Einnahmedauer ab. Es ist entscheidend, dass Antibiotika genau nach den Anweisungen der Ärztin/des Arztes eingenommen werden:

  • Nehmen Sie Antibiotika nur ein, wenn sie von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt verschrieben worden sind.
  • Halten Sie sich an die angegebenen Einnahmezeiten.
  • Nehmen Sie das Antibiotikum so lange ein, wie von der Ärztin/vom Arzt verordnet. Auch wenn es Ihnen besser geht, bedeutet das nicht, dass alle Erreger abgetötet wurden. Setzen Sie das Antibiotikum daher nicht eigenständig ab.
  • Nehmen Sie niemals Antibiotika, die anderen Personen verordnet wurden, und geben Sie Ihre Antibiotika nicht an andere Personen weiter.
  • Bedenken Sie, dass die unnötige Einnahme von Antibiotika nicht nur zur Resistenzbildung beiträgt, sondern auch Ihre nützliche Bakterienflora schädigt (Haut- und Darmflora).

(VOL.AT)

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