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Stattlich -männlicher Frohgesang seit einem Jahrhundert

Der Chor feiert seinen 100er
Der Chor feiert seinen 100er ©Männerchor Koblach
Männerchor Koblach feiert runden Geburtstag
100 Jahre Männerchor Koblach

Koblach. Seit genau 100 Jahren gehen der Männerchor Frohsinn, oder besser gesagt dessen Mitglieder, der Leidenschaft des gemeinsamen Singens nach. An und für sich wäre das Jahr 2020 vollends durchgeplant gewesen mit Höhepunkten wie dem Jubiläumskonzert und Frühschoppen mit zahlreichen Gastvereinen im Mai, dem Kirchenkonzert im November und dem Adventkonzert im Dezember. Die Corona Pandemie hat nun nicht nur den regelmäßigen Probenbetrieb verhindert – der wird erst im Herbst wieder aufgenommen – sondern auch das Jubiläumsprogramm. Das 100 Jahr Konzert wurde ebenso auf 2021 verlegt wie den Auftritt in der Kirche. Einzig am adventlichen Open Air Reigen, zusammen mit dem Kirchenchor, dem Kinderchor und dem Dreigesang Götzis hält man, aufgrund der Durchführung im Freien fest. Bewegte Zeiten auch für Obmann Alfred Bolter, der so eine Situation in seiner 54-jährigen Mitgliedschaft auch noch nie erlebt hat. Dabei war die zum Jubiläum erfolgte Mitgliederwerbung noch so erfolgreich – insgesamt 14 neue Sänger konnten geworben werden und ergeben so bei der wackeren Sängerschaft eine willkommene Blutauffrischung. Weitere neue Mitstreiter sind aber weiterhin gerne gesehen, wieder ab September jeden Donnerstagabend um 20 Uhr in den Gewölben der Dorfmitte erfolgt der Probenabend, jeder männliche Interessierte – die einzige Frau ist Chorleiterin Gudrun Urban-Nachbaur – ist dazu herzlich eingeladen. Gesungen wird ein breites Spektrum vom Heimatlied, über Schlager bis hin zu klassischer Kirchenmusik, allen voran steht laut Eigendefinition immer die Liebe zum Singen, der Name „Frohsinn“ steht auch gleichzeitig für das Programm.

Weitere Projekte hat man sich von der Coronakrise aber nicht verderben lassen, so wird im Herbst etwa die Festschrift zum 100. Geburtstag erscheinen und die kommenden Auftritte wird man auch in einer neuen Uniform bestreiten. Diese wurde zum Jubiläum und aufgrund der zahlreichen Mitglieder angeschafft – ein finanzieller Kraftakt für den Chor, der ohne Unterstützung von Sponsoren und der Gemeinde nicht zu schaffen gewesen wäre. So sieht Obmann Bolter – sein Vater war übrigens in gleicher Position beim 50 Jahr Jubiläum – der Zukunft optimistisch entgegen, ist aber auf der Suche nach einem Nachfolger: „Die Aufgabe ist sehr aufwändig, macht mir Spaß, aber ich denke es wird langsam Zeit das Amt in jüngere Hände zu übergeben“. Inwieweit dieses Vorhaben auf Gegenliebe bei den weiteren Mitgliedern stößt bleibt offen, durch die kommenden Monate will Bolter seinen „Frohsinn“ aber noch begleiten. CEG

Zitate:

Josef Kräutler, 73, 2.Bass: Mit 20 wurde ich für den angeworben und bin bis heute dem Verein treu geblieben. Wenn man singt, denkt man an nichts anderes. Unvergessen bleibt der Tag meiner Pensionierung, als mich die Mitglieder geschlossen von meiner Arbeitsstelle abgeholt haben.

Gudrun Urban-Nachbaur, 54, Chorleiterin: Kennengelernt habe ich den Frohsinn bereits 2015, vier Jahre später wurde ich Chorleiterin. Bei den wöchentlichen Proben erlebe ich Sänger, die mit voller Leidenschaft mit dabei sind, so wird mir diese Herausforderung leicht gemacht.

Harald Sparr, 61, 1.Bass: Das Singen in der Gemeinschaft ist eine wunderbare Abwechslung zum Berufsalltag. Gerade auch das Erlernen von neuen Liedern ist eine Herausforderung hält aber den Geist jung und wach.

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