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Start für FC Tirol-Prozess

Mit einem Großaufgebot an Journalisten und vor zahlreichen Zuhörern hat am Montag am Innsbrucker Landesgericht der Strafprozess gegen die ehemalige Führungsriege des FC Tirol begonnen.

Zwei Jahre nach der Megapleite sitzen die ehemaligen Präsidenten Martin Kerscher (57) und Othmar Bruckmüller (57) und der frühere Vereinsmanager Robert Hochstaffl (47) auf der Anklagebank. Sie sollen laut Anklage für das finanzielle Desaster des FC Tirol verantwortlich sein. Der einstigen Vereinsführung wird das Vergehen der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen angelastet. Hochstaffl soll darüber hinaus noch die Verbrechen der Untreue und des schweren Betruges, sowie das Vergehen der Urkundenfälschung begangen haben. Das Trio soll laut Anklage den Spielern Gehälter bezahlt haben, die nicht finanzierbar gewesen seien. Zudem sollen die Angeklagten ein „außergewöhnlich gewagtes” Geschäft abgeschlossen haben, wobei im Zuge eines US-Leasinggeschäftes insgesamt 459.187 Euro überwiesen worden seien, die unauffindbar waren. Urteile dürfte es frühestens im Dezember geben.

Staatsanwalt Wilfried Siegele wies zu Prozessbeginn darauf hin, dass der Verein über Jahre mehr Geld ausgegeben als eingenommen habe. Nur sportliche Belange und nicht kaufmännische seien im Vordergrund gestanden. Die Angeklagten hätten es unterlassen, die Notbremse zu ziehen. Die drei Verteidiger gingen von Freisprüchen aus. Die Beschuldigten hätten auch Teile ihres Privatvermögens in den Klub gesteckt. Othmar Bruckmüller habe 9,45 Mill. Euro in den Verein gesteckt.

Als erster Angeklagter wurde Martin Kerscher, der von 1997 bis Oktober 2001 Präsident war, von Richter Anton Mayr einvernommen. Kerscher bekannte sich in keinem der Anklagepunkte schuldig. „Die Bundesliga ist Schuld, weil sie dem FC Tirol die Lizenz verweigert hat”, sagte Kerscher, „denn Othmar Bruckmüller hätte den Verein saniert.” Kerscher beteuerte, dass der Verein bis zu seinem Rücktritt nie zahlungsunfähig war: „Zwar nicht in angemessener Frist, aber wir haben immer alles bezahlt.” Das Personalbudget explodierte in seiner Amtszeit von 3,20 Mill. Euro auf 10,39 Mill. Euro.

Der Prozess wird am Dienstag mit der Einveranhme von Robert Hochstaffl und Othmar Bruckmüller fortgesetzt.

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