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Stars von morgen: 150 Sternschnuppen leuchten bei der EYOF-Eröffnungsfeier

Österreich auf "gutes" Medaillen-Dutzend aus.
Österreich auf "gutes" Medaillen-Dutzend aus. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Schruns-Tschagguns. Unter dem Motto "Rock the Alps" will Österreichs Wintersport-Nachwuchs vor heimischer Kulisse glänzen. Beim 12. Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) in Vorarlberg und Liechtenstein präsentieren ab Sonntag die hoffnungsvollsten Athleten zwischen 13 und 18 Jahren ihr Können. In acht Sportarten bzw. 29 Bewerben gehen dabei 63 rot-weiß-rote Teenager an den Start.
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Eröffnet wird das EYOF am Sonntagabend in Tschagguns (ab 19.30 Uhr live auf VOL.AT) von Bundespräsident Heinz Fischer und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. Der Eintritt ist wie bei allen Veranstaltungen frei. Ab Montag fallen die ersten Entscheidungen. Beim Jugendfestival in Brasov 2013 holte die österreichische Delegation insgesamt zwölf Medaillen.

Österreich auf “gutes” Medaillen-Dutzend aus

“Wir rechnen auch diesmal mit einem guten Dutzend Medaillen. Eine Nationenwertung wird freilich nur inoffiziell geführt. Bei Jugendspielen soll es nur Sieger, keine Verlierer geben”, fasste ÖOC-Präsident Karl Stoss die Herangehensweise an die EYOF zusammen. Insgeheim rechnet das Österreichische Olympische Komitee dennoch mit einer größeren Ausbeute als vor zwei Jahren. So ist das Aufgebot um mehr als die Hälfte größer als in Brasov.

Zwei Ausfälle im österreichischen Team

Je acht Athleten stellte Österreich vorerst bei den alpinen Skiläufern, im Biathlon, Langlauf, Snowboard und Skispringen: Vier Athleten in der Nordischen Kombination, im Eiskunstlauf ist die Salzburgerin Lara Roth dabei. Dazu tritt auch ein Eishockey-Team an. Einen Tag vor der Eröffnung muss nach der Skispringerin Claudia Purker (Knieverletzung) aber nun auch Biathlet Michael Trieb (WSC Bad Mitterndorf) aufgrund einer fiebrigen Erkältung seine EYOF-Teilnahme absagen. Sein Arzt erteilte Startverbot. Die Delegation des Österreichischen Olympischen Comités umfasst damit aktuell 63 Aktive und 53 Betreuer.

Hoffnungsträger sind vor allem die Alpinen, die in Riesentorlauf, Slalom (beide in Malbun/Liechtenstein) und Mixed-Teambewerb (St. Gallenkirch) antreten. Bei den Burschen gilt der 17-jährige Söldener Fabio Gstrein, weitschichtig verwandt mit dem ehemaligen Slalom-Experten Bernhard Gstrein, als Talent. Chancen rechnet sich auch der gleichaltrige Raphael Haaser, Bruder von Europacup-Leaderin Ricarda Haaser, aus. Bei den Mädchen ruhen die Hoffnungen u.a. in der Göstlingerin Katharina Gallhuber (17 Jahre).

Kombinierer: Sohn von Skisprung-Cheftrainer Kuttin dabei

Einen bekannten Namen findet man im Lager der Kombinierer. Philipp Kuttin ist der 17-jährige Sohn von Skisprung-Cheftrainer Heinz Kuttin. Dass Kuttin Junior auch den Langlauf für sich entdeckt hat, ist kein Zufall. “Bei uns im Nachwuchs macht jeder Springen und Langlauf zur Allgemeinausbildung, da hat sich herausgestellt, dass Philipp im Langlauf recht gut ist. Er ist eines der Talente in der Nordischen Kombination, seit zwei Jahren im C-Kader”, berichtete Vater Heinz stolz.

Auch wenn zu Hause “relativ wenig” übers Skispringen geredet werde, im Heimtraining steht der zweifache Weltmeister dem im Schigymnasium Saalfelden lernenden Filius zur Seite. “Da üben wir schon gemeinsam”, meinte Kuttin.

Im Langlauf rechnet sich Barbara Walchhofer gute Chancen aus. Die Altenmarkterin, Nichte von Olympia-Silbermedaillengewinner und Abfahrts-Ex-Weltmeister Michael Walchhofer, geht in der Skidynastie ihrer Familie quasi fremd. Im Skispringen der Mädchen startet Österreichs jüngste EYOF-Teilnehmerin: Die Tirolerin Timna Moser wurde Ende Dezember 15 Jahre alt.

Prinzessin Caroline feuert Tochter in Dornbirn an

Im Eiskunstlauf vertritt Lara Roth die Rot-Weiß-Roten. Ihre Trainerin Julia Kiefer sieht einen Platz unter den ersten zehn als Ziel. “Das ist möglich und wäre ein Erfolg”, meinte Kiefer. Die Augen im Messestadion Dornbirn werden auch auf Alexandra de Hanovre (15) gerichtet sein. Die in Vöcklabruck geborene Monegassin ist die Tochter von Prinzessin Caroline, die in Vorarlberg unter den Zuschauern sitzen soll.

Sehr schwierig ist das Unterfangen der Eishockey-Cracks. Für das österreichische Team der Jahrgänge 1998 und 1999 stehen beim Turnier in Tschagguns in der Gruppe B zwei Spiele gegen wohl übermächtige Gegner an. Die mit sechs Legionären aus der Schweiz besetzte Mannschaft von Roger Bader, der auch Ex-NHL-Torhüter Reinhard Divis in seinem Betreuerstab hat, trifft auf Russland (27.1.) und Finnland (28.1.).

Realistisches Ziel ist daher das Spiel um Platz fünf, in dem man gegen Tschechien, Schweiz oder Slowakei eher mit einem Erfolg spekulieren kann. “Wir haben uns drei Ziele gesteckt: Erstens, das österreichische Eishockey auf und neben dem Eis gut vertreten, zweitens, in jedem Spiel taktisch wie kämpferisch überzeugen und drittens, ein Spiel gewinnen”, meinte Bader. (APA, EYOF)

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