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Stabat mater und Schindlers Liste

Stadtorchester Feldkirch begeisterte in der Tisner Pfarrkirche.
Stadtorchester Feldkirch begeisterte in der Tisner Pfarrkirche. ©Henning Heilmann
Stadtorchester Feldkirch begeistert mit getragenen Werken zu Carl Lamperts 75jährigem Todestag.
Stadtorchester Feldkirch in der Pfarrkirche Tisis

FELDKIRCH Mit zwei außergewöhnlichen Werken und zwei bravourösen Solistinnen gedachte das Stadtorchester Feldkirch auf einem Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Tisis dem 75jährigen Todestag des selig gesprochenen Priesters Carl Lampert.

Das Konzert begann mit der Stabat mater von Giovanni Battista Pergolesi (1710 – 1736). Die Vertonung des gleichlautenden Gedichtes für Alt, Sopran, Streicher und Basso continuo hat die Schmerzen der Mutter Jesu um den gekreuzigten Jesu zum Inhalt. „Auch heute weinen Mütter“, erklärte Pfarrvikar Stefan Biondi in seiner Eröffnungsrede, „deren Söhne auf Schlachtfeldern sinnlos ihr Leben lassen, deren Kinder fanatisiert werden und mit den Eltern brechen, deren Kinder vor ihnen sterben müssen.“

Sterben und Auferstehung

Die Stabat mater besteht aus zwölf Sätzen im Wechsel von Duetten und Solo-Arien. Nadja Nigg (Sopran) und Britta Wagener (Alt) ließen in ihrem dynamischen Auftritt ihre Leidenschaft zum Gesang erkennen und rissen die Zuhörer in der Tisner Pfarrkirche mit. Jean-Jaques Rousseau soll die Eröffnung der Stabat Mater als „perfektes Duett eines Komponisten“ bezeichnet haben. Ebenso perfekt wurde es von den Sängerinnen und dem Stadtorchester vorgetragen. Das Werk wird im zwölften Satz vollendet: Das eher getragen mit synkopischen Gesangsbögen beginnende Duett „Quando corpus morietur“ gipfelt in einem dramatischen Finale, in welchem die Herrlichkeit des Paradieses zum Ausdruck kommt. Mit langanhaltendem Applaus wurden die beiden Solistinnen bedacht.

Vom Leid unter den Nazis

Als zweites Werk wurde „Schindlers Liste“ von John Williams aufgeführt. Damit wurde noch einmal dem 75-jährigen Todestag des selig gesprochenen Priesters Carl Lampert gedacht, der von den Nationalsozialisten 1944 in Halle hingerichtet wurde. Das durch den gleichnamigen Film bekannte Stück wurde vom Stadtorchester bravurös aufgeführt. HE

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