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Staatskommissär-Vize Mantler als Zeuge

©AP
Am heutigen Dienstag, dem 51. Verhandlungstag, wird der BAWAG-Prozess im Wiener Landesgericht mit weiteren Zeugeneinvernahmen fortgesetzt.

Zu Beginn trat der frühere stellvertretende BAWAG-Staatskommissär Josef Mantler in den Zeugenstand. Der Beamte des Finanzministeriums war seit 1981 stellvertretender Staatskommissär in der BAWAG und amtierte 24 Jahre lang als zweiter staatlicher „Aufpasser“ der Bank, indem er an den Aufsichtsratssitzungen teilnahm.

Am Nachmittag wird Rudolf Kaske, früher Aufsichtsratsvizepräsident der BAWAG und heute vida-Gewerkschaftsvorsitzender, als Zeuge befragt. Als dritter Zeuge wird der ehemalige Leiter der BAWAG-Personalabteilung Johann Gabor befragt, der zur Pensionsabfindung von Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner in Höhe von 6,82 Mio. Euro Auskunft geben soll.

Auch Kaske hat Aufklärung über das Zustandekommen der Abfertigungshöhe gefordert. Im November 2000 habe der Aufsichtsrat auf Elsners Wunsch einer Ausbezahlung der Abfertigung auf einmal zugestimmt, die Höhe der Abfertigung sei aber kein Thema gewesen, sagte Kaske im Juni 2006 vor Journalisten. „Informell“ sei damals als Abfertigungshöhe von einem Betrag zwischen 3,3 und 3,6 Mio. Euro die Rede gewesen. Tatsächlich erhielt Elsner etwa das Doppelte. Neben Untreue und Bilanzfälschung ist Elsner auch des schweren Betrugs angeklagt, er soll seine Pensionsabfindung zu Unrecht kassiert haben. Für alle neun Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

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