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"Spuck-Affäre" an HTL: Lehrer darf weiter unterrichten

Skandal an der HTL in Ottakring.
Skandal an der HTL in Ottakring. ©YouTube
Bildungs-Minister Heinz Faßmann will zudem Time-Out-Klassen einführen, in denen gewalttätige Schüler für eine Zeit lang von der Schule gehen müssen. Und der betroffene Lehrer ist offenbar doch nicht suspendiert.
Schüler angespuckt: HTL-Lehrer suspendiert
Konflikt in HTL: Vorgeschichte soll geklärt werden

Rund um den Skandal an der Wiener HTL Ottakring gibt es neue Entwicklungen. Die Volksanwaltschaft höchstpersönlich nimmt sich nun der viel Staub aufwirbelnden Causa an. Zudem setzt die Wiener Bildungsdirektion eine Unabhängige Kommission ein. Und der betroffene Lehrer selbst ist jetzt offenbar doch nicht suspendiert. Laut dem Wiener Bildungsdirektor darf der spuckende Lehrer wieder an die Problem-Schule zurückkehren, wenn auch nicht mehr seine Klasse unterrichten. Der Reihe nach..

Volksanwalt will Zustände in Klasse restlos aufklären

Der Mobbing-Vorfall an einer HTL in Wien-Ottakring ruft Volksanwalt Peter Fichtenbauer auf den Plan. Aufgrund angeblicher Tätlichkeiten von Schülern gegen einen Lehrer, der daraufhin einen Schüler bespuckt haben soll, leitet Fichtenbauer ein amtswegiges Prüfverfahren wegen Verdachts auf grobe Verletzung der Aufsichtspflicht ein: “Liest man die Berichte über den Vorfall, scheinen bei allen Beteiligten die Sicherungen durchgebrannt zu sein”, kommentiert der Volksanwalt. “Aufgeklärt werden muss, wie lange diese Zustände schon bekannt waren und ob und inwieweit es sich um eine Intrige der Schüler gegen den Lehrer handelt.”

Außerdem soll ermittelt werden, ob andere Lehrer Schüler tatsächlich angestiftet haben, ihren Kollegen zu mobben. “Auf gar keinen Fall kann zur Tagesordnung übergegangen werden. Die Leitungsqualität ist beim derzeitigen Stand der Dinge schwer zu hinterfragen”, so Fichtenbauer, der nun außerdem klären will, inwiefern ein Fehlverhalten des Direktors vorliegt, der über die Vorfälle Bescheid gewusst und nicht gehandelt haben soll.

Unabhängige Kommission soll Licht in die Sache bringen

Nicht nur die Volksanwaltschaft wird ermitteln sondern auch eine von der Wiener Bildungsdirektion eingesetzte unabhängige Kommission. Die Kommission soll die genauen Umstände des handgreiflichen Konflikts zwischen Schüler und Lehrer klären. Sowohl Bildungsministerium als auch Personalvertretung sollen Mitglieder entsenden, sagte der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer gegenüber der APA.

“Wir wollen gar nicht erst den Eindruck entstehen lassen, dass es um eine Reinwaschung geht oder eine interne Lösung, die nicht an die Oberfläche kommen soll”, betonte Himmer nach einem Besuch der Schule. “Das muss sich jemand ansehen, der neutral draufschauen kann.” In spätestens zwei Wochen soll der Bericht fertig sein.

Lehrer doch nicht suspendiert

Wie der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer gestern im “Wien Heute”-Gespräch aufklärte (siehe Interview im angehängten Video), ist der betroffene Lehrer nun doch nicht vom Unterricht suspendiert. Dieser dürfe jederzeit wieder an die Schule zurückkehren, nur die betroffene Klasse darf er nicht mehr unterrichten. Laut den Angaben des Wiener Bildungsdirektors befindet sich der mutmaßlich gemobbte Lehrer derzeit aber im Krankenstand.

Genannter Lehrer ist ein Quereinsteiger für den fachpraktischen Unterricht und war erst seit September im Dienst. Diese Lehrergruppe kommt aus der Wirtschaft und wird an berufsbildenden Schulen in der fachpraktischen Ausbildung etwa im Bereich Maschinenbau oder Elektrotechnik eingesetzt. Wollen diese Lehrer länger an der Schule bleiben, müssen sie parallel eine begleitende pädagogische Ausbildung absolvieren.

Bildungsminister arbeitet an Time-Out-Klassen

Neben Volksanswaltschaft und Wiener Bildungsdirektion arbeitet auch Österreichs Bildungsminister Heinz Faßmann den Vorfall an der Wiener Schule auf. Wie die “Wiener Zeitung” erfahren haben will, mit bundesweiten Folgen für Schulen und Schüler. Dem Bericht zufolge  will Faßmann österreichweit “Time Out Klassen” einführen. Der Plan sieht vor, dass gewalttätige Schüler eine Zeit lang von der Schule abgehen müssen. Als Vorbild dient dem Minister die Schweiz. Auch der Chef der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, Paul Kimberger, hat sich für Time Out Klassen stark gemacht. Dem Bericht der “Wiener Zeitung” zufolge, sollen diese zuerst in Form von Pilotprojekten eingeführt werden.

Die Causa

In einer Wiener HTL ist es zu Handgreiflichkeiten zwischen einem Lehrer und einem Schüler gekommen. Der Schüler soll den Pädagogen nach einem Konflikt gegen die Tafel gestoßen haben, woraufhin der Lehrer den Jugendlichen bespuckt habe. Dieser wurde inzwischen suspendiert. Auch dem Schüler drohen disziplinäre Konsequenzen.

(RED) (APA)

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