Sportlicher Höhenflug für den SC Mühlebach

©Philipp Steurer
Seit dem Einstieg am VFV Meisterschaftsbetrieb hat der Dornbirner Klub nur zwei Partien verloren und ist in der 4. Landesklasse Winterkönig.
Bilder Höhenflug SC Mühlebach
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Als einzige erste Kampfmannschaft im Vorarlberger Amateurfußball blieb der Dornbirner Fußballverein Sportclub Mühlebach in der abgelaufenen Herbstmeisterschaft unbesiegt. Das Team unter Spielertrainer Werner Thurnher holt sich mit dreizehn Erfolgen und zwei Unentschieden und dem imposanten Torverhältnis von 62:18 die Halbzeitkrone in der 4. Landesklasse. Dieser Triumph ist der mit Abstand größte Erfolg in der langen Vereinsgeschichte. Der Dornbirner Fußballklub SC Mühlebach wurde 1962 gegründet. Nicht nur in der Heimstätte Sportplatz Staufenblick mit sechs Siegen und einem Remis auch auf fremden Platz gewann man sieben Mal und einmal teilte man sich die Punkte brüderlich.

Als sechster Klub in der Messestadt Dornbirn nimmt der SC Mühlebach seit drei Saisonen am Meisterschaftsbetrieb des Vorarlberger Fußballverbandes teil. 34 (!) Siege, fünf Unentschieden und nur  ganze zwei Niederlagen stehen nach den absolvierten Meisterschaftsspielen zu Buche. Saisonübergreifend ist SC Mühlebach schon 21 (!) Meisterschaftsspiele in Serie ohne Niederlage.Letztmals verlor Mühlebach am 12. September 2020 bei den Austria Lustenau Juniors (2:4).

Nicht alltäglich im großen Aufgebot von Mühlebach ist die Konstellation, dass gleich vier Brüder in der ersten Kampfmannschaft des Dornbirner Fußballverein spielen. Spielertrainer Werner Thurnher und Thomas, Philipp und Christian Amann, Bastian und Tobias Nenning sowie Stefan und Thomas Ölz gehen für denselben Klub auf Torjagd. Als Aufsteiger liegt SC Mühlebach in der 4. Landesklasse vorne. FC Dornbirn, Dornbirner SV, Admira Dornbirn, SC Hatlerdorf und FC Bremenmahd und jetzt noch SC Mühlebach ein Sextett aus Dornbirn ist auf Landesebene mit dabei und Mühlebach hat Ligakonkurrent Bremenmahd in der Wertung der Dornbirner Klubs schon längst überholt. In der Nähe von der Anlage Sportplatz Im Steinen, wo Hatlerdorf seine Heimstätte besitzt, liegt auch der Sportplatz Staufenblick von Mühlebach. Zu den Heimspielen pilgern im Schnitt bis zu 300 (!) Anhänger und unterstützen Mühlebach. „Bis zur 2. Landesklasse wollen wir in den nächsten Jahren kommen und das ist auch ein durchaus realistisches Ziel. So ein sportlicher Höhenflug war aber nach dem Einstieg in den VFV-Betrieb nie und nimmer eingeplant. Durch mehr Trainingseinheiten und eine bessere Taktik wurde alles bisher weit übertroffen. Wir haben eine Konstanz reingebracht und der Teamgeist plus die individuelle Qualität ist vorhanden“, ist SC Mühlebach Spielertrainer Werner Thurnher voll des Lobes über die Weiterentwicklung seiner Mannschaft und auch im familiären Klub.

Werner Thurnher sieht die Entscheidung zum sportlichen Wechsel an der VFV Meisterschaft teilzunehmen für absolut richtig und der Zeitpunkt war goldrichtig. Die jahrzehntelange Teilnahme an der Dornbirner Hobbymeisterschaft und Dornbirner Cup war sportlich nicht mehr reizvoll. Zum Schluss waren nur noch vier Klubs übrig. Die Dornbirner Hobbymeisterschaft drohte zu zerbröckeln. Und die Zuschauer kamen nicht mehr so zahlreich wie jetzt. Unter dem Strich bleiben aber unzählige Titel im Rahmen der Dornbirner Hobbymeisterschaft. Mit Forach und der Bürglegasse hat Mühlebach fast immer um den Titel gespielt und stand oft ganz oben. Das kleine Vereinsbudget finanziert sich der SC Mühlebach auch größtenteils von den Einnahmen des mehrtägigen Fest an Pfingsten. Ein Hauptspielfeld plus ein Trainingsplatz steht Mühlebach zur Verfügung. 23 (!) Feldspieler plus zwei Tormänner umfasst der große Kader in dieser Saison von SC Mühlebach und aufgrund von vielen Verletzungen waren schon alle Akteure im Einsatz. Auch im Nachwuchs setzt Mühlebach Akzente. Erstmals nimmt man mit einer U-11-Mannschaft in dieser Saison an der Meisterschaft teil. 25 Schüler und Jugendliche finden schon eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Die jungen Kicker müssen keinen Mitgliedsbeitrag berappen. Für Obmann und Nachwuchsleiter Wolfgang Matt ist das Ziel mindestens drei Nachwuchsmannschaften in den nächsten Jahren auf die Beine zu stellen. Die Anfangsphase im Nachwuchs ist gut angelaufen, immer mehr neue Jugendliche kommen dazu.

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