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Splitter vom 10. Februar: Morgi ohne Jetlag, Ammann als "Novize"

"Erholsam und gut" war die lange Anreise zu seinen zweiten Olympischen Spielen für Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern, der am Dienstag in Whistler eingetroffen ist. In Sachen Zeitumstellung macht der Kärntner übrigens nicht viel Aufhebens.

Darumhat er auch im Flugzeug geschlafen. “Ich schlafe eigentlich immer, wenn ich müde bin. Ich finde, dass diese Zeitumstellungsgeschichte etwas überbewertet wird. Ich habe eigentlich noch nie ein Problem damit gehabt und mich immer schnell eingestellt.”

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Morgenstern erhält Unterstützung von seiner Familie. “Papa, Mama und Christina kommen am Donnerstag her und auch die Tante und der Onkel. Sie bleiben die gesamten Spiele da und wohnen nicht so weit weg”, verrät Morgenstern. Ein Zusammenwohnen mit seiner Freundin Christina war allerdings kein Thema. “Möglich wäre es wahrscheinlich schon, aber ich habe die zwei Wochen jetzt andere Prioritäten. Ich weiß, dass sie da sind und ich jederzeit zu ihnen fahren kann.”

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Nach Ankunft am Flughafen bei der Akkreditierungs-Ausgabe wurde der Schweizer Skispringer Simon Ammann von einem freundlichen Volunteer gefragt, ob dies seine ersten Spiele seien. Die Frage verwundert nicht, denn Amann hat ja mit 28 Jahren immer noch ein Lausbubengesicht. “Nein, ich habe auch schon teilgenommen”, antwortete er bescheiden und verzichtete darauf, seinen doppelten Triumph von Salt Lake City zu erwähnen. Es sind tatsächlich Ammanns vierte Winterspiele.

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Gregor Schlierenzauer und Co. haben am trainingsfreien Dienstag schon einen kleinen Trip nach Whistler Village vollzogen. Auf dem Programm stand spazieren gehen und shoppen. Am Mittwoch wurde es für die “Adler” erstmals ernst, auf der Normalschanze war das erste Training angesetzt.

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“Im Oktober haben wir hier viele Bären gesehen. Bei Kurve 1 habe ich dieses schwarze Ding erblickt. Ich war ganz in Rot angezogen und habe wohl wie ein riesiger Lachs ausgesehen.” Der kanadische Rodel-Teilnehmer Jeff Christie über das Naturleben rund um das Whistler Sliding Centre.

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Die Rodler von Olympia-Gastgeber Kanada gehen bei den Winterspielen auf Millionen-Jagd. Der Team-Sponsor seiner Mannschaft habe für einen Olympiasieg bei den Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Whistler eine Million kanadische Dollar ausgesetzt, berichtete Nationalcoach Wolfgang Staudinger am Dienstag in Whistler. “Wir haben es heute früh der Mannschaft mitgeteilt”, berichtete der Deutsche über den ungewöhnlichen Vorstoß der Investmentfirma. Demnach sollen bei Gold 500.000 Kanada-Dollar (etwa 340.000 Euro) an den siegreichen Athleten und 500.000 an den Verband gehen. Bei einer anderen Medaille winken immerhin noch 50.000 Dollar.

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Österreichs “Olympia-Kaplan” Pater Bernhard Maier fungiert in Vancouver bereits zum 15. Mal als Seelsorger eines ÖOC-Teams. Der Priester aus dem Salesianerorden wird anschließend auch das österreichische Aufgebot bei den Paralympics begleiten. Pater Maier lädt die Teilnehmer nicht nur zu Gottesdiensten, auch die persönlichen Gespräche mit ihm werden gerne genützt. “Ich wünsche jedem Athleten eine Medaille, aber das zählt für mich überhaupt nicht, wenn es um die Wertschätzung für eine Person geht”, erklärte der Olympia-Kaplan, der während der Winterspiele in der katholischen Pfarre “Our Lady of the Mountains” wohnt.

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Die österreichischen Biathleten richten sich in ihrem Haus im Olympischen Dorf in Whistler möglichst wohnlich ein. Zur Freizeitgestaltung hat die Teamführung TV-Geräte angekauft und auch Internet-Zugänge ermöglicht. Ihre sorgfältig gehüteten Waffen dürfen Christoph Sumann, Dominik Landertinger und Co. übrigens nicht in die Zimmer mitnehmen. Die Gewehre müssen in persönlichen Spinden in einem Zelt vor dem Dorfeingang verwahrt werden, die Munition darf nicht aus der Sportstätte im Whistler Olympic Park entfernt werden.

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Kurz vor Olympia steht Nancy Kerrigan (40) wieder einmal mit einer tragischen Geschichte im Mittelpunkt. Die ehemalige Eiskunstläuferin, die 1994 vor den Spielen von Hintermännern ihrer US-Rivalin Tonya Harding verletzt worden war, hat ihren Vater verloren. Der 70-jährige Daniel Kerrigan kam nach einem Streit mit seinem 45-jährigen Sohn Mark über die Nutzung des Telefons ums Leben. Die Gerichtsmedizin bewertete den Vorfall am Dienstag als Tötungsdelikt.

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Vor Beginn der Spiele sind seit 4. Februar bereits 420 Doping-Proben (Urin und Blut) bei den Athleten genommen und kontrolliert worden. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) drei Tage vor der Eröffnung mit. Vorgesehen sind bis zum Ende der Spiele täglich 80 bis 100 Doping-Analysen, insgesamt rund 2.000, in einem Labor in Richmond bei Vancouver.

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Die olympischen Snowboard- und übrigen Freestyle-Wettbewerbe in Cypress Mountain sind offenbar nicht gefährdet. Vier Tage vor dem Start zum Buckelpisten-Event der Frauen waren die Anlagen der Snowboarder, Skiakrobaten und der Ski-Crosser nahezu perfekt präpariert. Nach dem Wärmeeinbruch transportierten die Veranstalter in den letzten beiden Wochen 170 Lastwagen-Ladungen Schnee ins nur knapp 1.000 m über dem Meer gelegene Gebiet. Auf dem Areal der Buckel-Spezialisten wurden zur Kühlung erstmals überhaupt Trockeneis-Stäbe eingesetzt. Dadurch sinkt die Temperatur im Inneren der künstlich geschaffenen Hügel bis zu minus 70 Grad.

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Bei den Eisschnellläufern wird es im Bezug auf die Rennanzüge zwar keine “Revolution” wie noch 1998 in Nagano geben, als die aufgenähten windschlüpfrigen Stripes die Schlagzeilen bestimmten. Dennoch sorgt für Aufsehen, dass die Niederländer mit Polyurethan genau jenes Material tragen, dass bei den Schwimmern in den zurückliegenden Monaten zu einer Weltrekord-Hatz geführt hatte und seit Jahresbeginn verboten ist. Die “Schwimmhäute” sind vor allem auf den Innenseiten der Oberschenkel implantiert, um Reibung und Luftwiderstand weiter zu reduzieren.

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