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Spirale darf während dem Sex nicht stören

Eine Verhütungsspirale sollte für beide Partner beim Geschlechtsverkehr nicht zu spüren sein.

Der sogenannte Intrauterinpessar wird in den Gebärmutterkörper eingesetzt und durchläuft nicht den Gebärmutterhals (Zervix). “Einzig das Rückholfädchen geht durch die Zervix, ragt in die Vagina und kann möglicherweise vom Sexualpartner bemerkt werden, wenn es zu lang ist”, erklärt der zweite Vorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte, Klaus König.

In diesem Fall könne der Faden vom Gynäkologen gekürzt und die Spirale trotzdem später ohne Probleme gezogen werden. Auch bei intensiver sportlicher Betätigung sollten die Anwenderinnen eine Spirale nicht spüren, da sie nicht starr, sondern flexibel und beweglich sei, erklärt König.

Bei den Intrauterinpessaren wird zwischen der Kupfer- und der Hormonspirale unterschieden. Die Kupferspirale besteht aus einem mit feinem Kupferdraht oder einer Kupfer-Gold-Legierung umwickelten Plastik-Gebilde, dessen Kupfer-Ionen eine toxische und hemmende Wirkung auf Spermien und Eizellen haben. Zudem verursacht die Spirale als Fremdkörper eine leichte Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut, wodurch die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert wird.

Der empfängnisverhütende Effekt der Hormonspirale verbindet die Fremdkörperwirkung mit einer hormonellen Wirkung – ähnlich der Pille. Aus einem Depot wird ein Gestagen in die Gebärmutterhöhle freigesetzt, das vorwiegend dort wirkt. Dadurch wird der Schleim im Gebärmutterhals dickflüssig und damit undurchlässiger für Spermien. Spermien, die dennoch durch den Gebärmutterhals dringen, werden aufgrund der hohen Viskosität des Schleims in ihrer weiteren Fortbewegung gehemmt. Zudem wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut vermindert und die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert. Bei einigen Frauen wird darüber hinaus der Eisprung verhindert.

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