Spielerverkäufe als Rettung für Austria Lustenau

©Gepa
Wegen den zu erwarteten Verbindlichkeiten könnten Kaderspieler der Grün-Weißen den Verein wechseln.

Die Lage für die Lustenauer Austria wird immer prekärer. Ein Vierteljahrhundert ohne Unterbrechung sind die Grün-Weißen im österreichischen Profifußball vertreten. Jetzt scheint diese lange Erfolgsgeschichte zu zerbröckeln und die Austria könnte sogar ab der Saison 2019/2020 nur noch auf Landesebene in der Vorarlbergliga spielen. Soweit ist es aber noch nicht. Bis zum 4. März hat die Austria noch Zeit eine erforderliche Lizenz bei der österreichischen Bundesliga einzureichen. Bernd Bösch, Sportreferent der Marktgemeinde Lustenau hat Nicht-mehr Präsident Hubert Nagel ein letztes Angebot unterbreitet. Deadline war gestern zur mitternächtlicher Stunde, ob Nagel auf diesen Vorschlag eingegangen ist, war bei Redaktionsschluss noch offen. Der 57-jährige Bernd Bösch kann sich danach ein Amt als Präsident bei der Lustenauer Austria nicht mehr vorstellen. „Nach dem 1. Februar wird es schwierig und kaum mehr vorstellbar das ich Austria Präsident werde.“ Denn am 1. Februar müsste die Einladung zur außerordentlichen Jahreshauptversammlung an die 1500 Mitglieder schriftlich versendet werden. „Der Verein wird sicher dann von einem anderen echten Austrianer weitergeführt werden, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Mitarbeiten werde ich sollte es nach dem letzten Angebot keine Einigung geben nicht mehr an vorderster Front.“ Bei Fußball-Zweitligist Austria Lustenau ist nach dem Rückzug von Präsident Hubert Nagel ein interner Machtkampf entbrannt. Der langjährige Clubchef hat aber immer wieder betont, die Austria schuldenfrei übergeben zu wollen.

Spielerverkäufe als Rettung

Jetzt müssen sofort Lösungen her. Die knapp 400.000 Euro an Schulden laut Bernd Bösch, ohne Lizenzierung kämen weitere 250.000 Euro hinzu, könnten sofort mit mehreren Spielerverkäufen kompensiert werden. So stehen der dreizehnfache Torschütze Ronivaldo, Marcel Canadi, Rocyan Fernandez Mendoza Santiago und Verteidiger Darijo Grujcic zur Auswahl. Alle vier Kaderspieler der Austria Lustenau haben noch einen gültigen Vertrag bis 30. Juni 2020. Laut Transfermarkt.at hat Ronivaldo derzeit einen Marktwert von 350.000 Euro und könnte eventuell zu RB Salzburg wechseln. Angebote liegen auch für Verteidiger Darijo Grujcic (250.000 Euro Marktwert), Marcel Canadi (200.000 Euro) und Rocyan Fernandez Mendoza Santiago (100.000 Euro) vor. Grujcic hatte im August letzten Jahres ein seriöses Angebot vom Englischen Premier League Club Brighton fix in der Tasche, aber zog die Spielpraxis bei der Austria vor. Der Wechsel von Rocyan nach Lustenau kam nur durch gute Kontakte zustande, weil der junge Sambatänzer im Sommer 2018 bei vielen Topklubs heiß umworben war. Mit dem einen oder anderen Transfer könnte sich die Austria Lustenau wieder sanieren und ein Neustart mit einem neuen Vorstand stünde nichts im Wege. Bis zum 6. Februar 24 Uhr ist das Transferfenster noch geöffnet.

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