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Spezieller Jahresauftakt: "Schweigen für Frieden"

Im Zeichen des Regenbogens verbindet
Im Zeichen des Regenbogens verbindet ©Veranstalter
Zu einem besonderen Jahresauftakt laden die Initiatoren Johannes C. Heil und Walter L. Buder am heutigen Neujahrstag um 18 Uhr auf den Bregenzer Kornmarkt. Im SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN kann friedliches Miteinander über alle Grenzen hinweg seinen Anfang nehmen.

Der Wunsch: “Alles Gute im neuen Jahr 2018” kommt einem schnell über die Lippen. Die Initiatoren und die 15 – 25 regelmässigen Teilnehmer_innen sind da konkreter. Sie demonstrieren im SCHWEIGEKREIS nun bereits seit über drei (3) Jahren. Jeweils am ersten Montag im Monat wird auch 2018 das SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN stattfinden. “Ihr alle seid zu einem besonderen Jahresauftakt eingeladen” heißt es in der Einladung. Besonders deshalb, weil am Neujahrstag zum 51.sten Mal der “Internationale katholische Weltfriedenstag” begangen wird. Die Botschaft von Papst Franziskus sieht einen schlimmen Zusammenhang zwischen Krieg und Gewalt einerseits und den weltweiten Migrationsbewegungen. Letztes Jahr hatte Franziskus ein flammendes Plädoyer für “die aktive Gewaltfreiheit als neue politische Kultur” gegeben. Gleichzeitig ermuntert der Papst “alle, die guten Willens sind” für einen gerechten Frieden zu arbeiten. Das sei nicht nur Sache der grossen Politik sondern auch eine Frage des Engagement jeder_s Einzelnen, wo immer man stehe.

Wer sich ins Schweigen wagt, erfährt dort auch die Kraft der Erinnerung. Aber das Vergessen hält die kriegerische Gewalt in Bewegung, wie Karl Kraus scharf erkannte: “Alles was gestern war, wird man vergessen haben; was heute ist, nicht sehen; was morgen kommt, nicht fürchten. Man wird vergessen haben, dass man den KRIEG verloren, vergessen haben, dass man ihn begonnen, vergessen, dass man ihn geführt hat. DARUM WIRD ER NICHT AUFHÖREN” sagt der Nörgler in Kraus’ Werk “Die letzten Tage der Menschheit”.

Das Vergessen hält die Spirale der Gewalt in Bewegung, und das tut uns allen nicht gut. Die Erinnerung hingegen unterbricht das und wer es wagt, sich in den Schweigekreis zu stellen, wird neue Chancen für sich, die anderen und die ganze Gesellschaft entdecken. Das Motto des Anfangs gilt immer noch und ist noch wichtiger geworden in den vergangenen 39 Monaten: SCHWEIGE UND HÖRE, NEIGE DEINES HERZENS OHR – SUCHE DEN FRIEDEN. Im Schweigekreis ist willkommen, wer bereit ist, aktive Gewaltfreiheit als Weg zum gerechten Frieden anzuerkennen. “Schweigen für Frieden” ist überparteilich, überkonfessionell und sieht sich den Menschenrechten und der Demokratie verpflichtet. Mehr auf der Projekthomepage:
http://schweigenfuerfrieden.com

 

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