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Spende macht Flugreisen "unschädlich"

Flugpassagiere können privaten Emissionshandel bereits seit Mitte 2005 über eine deutsche Homepage betreiben. Treibhausgase werden durch eine Spende "unschädlich" gemacht.

Die Fluggäste spenden über eine deutsche Internet-Plattform 20 Euro pro verbrauchte Tonne CO2 an ein Umweltprojekt in der Dritten Welt. In der Alpenrepublik gebe es bisher keine vergleichbare Möglichkeit – über http://atmosfair.de können sich aber auch Österreicher „freikaufen“, so Inga Haller von der Klimaschutz-Initiative.

Österreichische Reiseveranstalter würden bereits mit der Plattform zusammenarbeiten, sagte sie der APA. Aber auch andere Unternehmen haben die Möglichkeit, Treibhausgase über Spenden – etwa nach Indien für den Betrieb von Großküchen mit Solarenergie oder nach Thailand für Biogas-Gewinnung aus Abwasser – zu neutralisieren und sich darüber Zertifikate ausstellen lassen.

Pro Tag gleichen etwa 200 Privatpersonen die Emissionen ihre Flüge über die deutsche Homepage aus, so Haller. 15.000 Tonnen CO2 seien so bisher eingespart worden, sagte sie. Bis Jahresende sollen weitere 50.000 Tonnen dazukommen.

Für einen Hin- und Retour-Flug von Wien nach London veranschlagt der „Emissions-Rechner“ der Website beispielsweise einen Treibhausgas-Ausstoß von 700 Kilogramm pro Person. Das entspreche dem Siebenfachen des Jahresverbrauchs eines Kühlschranks, heißt es dort. Mit etwa drei Mal so viel (2.000 Kilogramm) könne man ein Jahr lang mit dem Auto fahren (etwa 12.000 Kilometer weit). Für die Klima-Sünde Wien-London und retour verrechnet „atmosfair“ eine Spende von 14 Euro.

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