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Spatenstich für Biomasseheizwerk

In Action: GF Gabriele Tschütscher, BM Berthold, BM Summer und Hans-Jörg Mathis sowie Gerhard Zimmermann von den Stadtwerken beim Spatenstich.
In Action: GF Gabriele Tschütscher, BM Berthold, BM Summer und Hans-Jörg Mathis sowie Gerhard Zimmermann von den Stadtwerken beim Spatenstich. ©Gernot Schweigkofler
Spatenstich Biomasseheizkraftwerk Bifang

Der Bau des 2,1 Millionen teuren Biomasseheizkraftwerks Bifang hat begonnen.

Am vergangenen Donnerstag fiel der Startschuss für den Bau des neuen Biomasseheizwerks Bifang bei der Schule Montfort in Rankweil. Die Bürgermeister von Rankweil und Feldkirch, Martin Summer und Wilfried Berchtold, eröffneten die Baustelle gemeinsam mit Vertretern der Marktgemeinde Rankweil, der Stadtwerke Feldkirch, der Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt sowie der Bauunternehmen. Das Biomasseheizwerk wird voraussichtlich im Herbst 2013 in Betrieb gehen.

 

Rund 230 Wohnungen sowie die Volksschule Montfort werden künftig ihre Energie vom Biomasseheizwerk Bifang beziehen. „Damit die Herstellung der Wärmeleitung finanzierbar ist, werden vorerst hauptsächlich Wohnanlagen mit mehreren Haushalten angeschlossen. Die Kosten für das rund 2,1 Millionen teure Bauprojekt tragen die Marktgemeinde Rankweil, die Stadt Feldkirch und die Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt zu gleichen Teilen.

 

Rücksichtnahme auf Umfeld

Es haben sich aber auch schon erste Einfamilienhausbesitzer aus der Umgebung für einen Anschluß interessiert. Aber selbst wenn die Anschlusszahlen eines Tages steigen sollten, seien die Emissionen für Anrainer als gering einzustufen. Pro Jahr wird mit einem Hackgutbedarf von rund 3.600 Schüttraummetern gerechnet. Die Anlieferung des Schüttgutmaterials sei für Anrainer gut verträglich – auch wenn weitere Anschlüsse dazu kämen. Denn die Lieferzeiten seien so gelegt, dass keine Schüler und Kindergartenkinder in der Nähe sind. Auch bei den Bauarbeiten versucht man möglichst viel Rücksicht auf die Kinder zu nehmen. Die Verlegung der Rohre zu den Wohnanlagen wird deshalb während den Schulferien stattfinden, damit eine Gefährdung für die Kleinen ausgeschlossen werden kann. Wenn das Werk erst fertig ist, wird es auch optisch keine Beeinträchtigung für die Anrainer darstellen, denn das Kraftwerk wird komplett unterirdisch errichtet. Sichtbar werden nur die zwei Kamine sein.

 

90 Prozent Vorarlberg

Der Biomassekessel leistet 1.100 Kilowatt, was nach heutigem Baustandard einer Heizleistung von rund 100 Einfamilienhäusern entspricht. Das erforderliche Material dafür liefert die Agrargemeinschaft Altgemeinde Altenstadt aus ihren Wäldern. Ganz auf Gas wird allerdings nicht verzichtet. Denn die Warmwasserversorgung im Sommer wird durch einen Gaskessel gewährleistet. Dieser soll auch als Rückversicherung dienen. Sollte es einmal zu einem Defekt an der Biomasseanlage kommen, kann auf Gas umgestellt werden, so dass auch im kältesten Winter die Kunden mit Wärme versorgt werden können. Der Biomasse-Anteil beträgt 90 Prozent. Insgesamt stellt das Projekt also wiederum einen großen Schritt in Richtung Energie-Autonomie und Besinnung auf erneuerbare Energieträger dar.

 

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