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"Spa ist mehr als nur die Eau Rouge"

Christian Kliens Kommentar zum 12. Saisonrennen in der Formel 1-Saison 2009, dem Grand Prix von Belgien in Spa-Franchorchamps.

Heuer kehre ich mit besonderen Erinnerungen nach Belgien zurück. Schließlich habe ich hier im Frühjahr das 1.000 km-Rennen gemeinsam mit Nicolas Minassian und Simon Pagenaud gewinnen können. Da kommt man ganz gerne wieder. Daher kann ich auch umso genauer aus der Cockpit-Perspektive sagen: Spa-Francorchamps ist nicht nur die Eau Rouge.

Diese Senke hat es zwar immer noch in sich. Schon der Höhenunterschied zwischen Eingang und Ausgang ist imposant. Aber in den letzten Jahren ist sie sicher jeder Fahrer ab der zweiten Runde absolut voll gefahren. Spannend ist Eau Rouge vor allem am Start. Mit vollen Tanks setzen die Autos aufund das ist immer haarig. Dazu kommt die tiefe Sitzposition im Auto. Man sieht oben am Kurvenausgang nie, wo man hinfährt. Eigentlich blickt man geradeaus in den Himmel. Wenn sich dann im Pulk jemand dreht, dann hat man wenig Chancen, das mitzubekommen, bevor es kracht. Generell ist Spa eine Fahrerstrecke. Der Kurs ist ins Gelände hinein gebaut. Daher gibt es immer wieder Anstiege und ganz untypische Verläufe mit hängenden Kurven. Wer mutig ist, kann in einem gleichwertigen Auto in Spa pro Runde 2 bis 3 Zehntel herausholen. Es ist ja kein Zufall, dass gerade in Spa immer wieder die selben Fahrer gute Rennen abliefern.

Technisch viel anspruchsvoller als Eau Rouge ist aber der letzte Streckenteil. Durch Blanchimont fährt man voll und hat am Ende sicher 320 km/h drauf. Wer hier exakt den Bremspunkt auf 60 km/h runter erwischt und dann sauber raus beschleunigt auf Start/Ziel, der kann einiges an Zeit gut machen. Gleich danach folgt diese enge Haarnadel von La Source, wo in Summe sicher schon Millionenbeträge durch Kollisionen vernichtet worden sind. Diese Kurve hat im Ausgang viele verschiedene Linien, was man in der Formel 1 heute fast nirgends mehr sieht. Auch hier kostet ein Fehler das eine oder andere Zehntel.

KERS-Autos könnten heuer in Spa dadurch einen Vorteil haben. Ansonsten wird sicher auch das Wetter wieder ein Wörtchen mitreden, denn von herrlicher Sonne bis zu dichter Nebelsuppe ist in Spa immer alles drin.

BEMERKENSWERTES ZUM SPA-WOCHENENDE

Ein starker Motor ist in Spa ein wesentlicher Faktor. Von La Source bis zum Ende der Kemmel-Geraden stehen die Fahrer 24 Sekunden lang voll am Gas und legen dabei fast 2 Kilometer bei Voll-Last zurück.

Spa ist eine der wenigen Strecken, wo noch auf öffentlichen Straßen Formel 1 gefahren wird. Das letzte Drittel steht für den allgemeinen Verkehr offen. Die anderen sind die Stadtkurse von Monaco, Valencia und Singapur, sowie Melbourne, wo jedoch nur auf wenig benützten Wegen eines Parks gefahren wird.

Nicht nur wegen des Siegs beim 1.000 km-Rennen habe ich gute Erin-nerungen an Spa. 2004 habe ich hier meine ersten Punkte für Jaguar mit einem 6.Platz eingefahren. Im Rückspiegel betrachtet: Vor mir landeten fünf Grand Prix-Sieger, gleich hinter mir weitere drei. Eigentlich keine schlechte Gesellschaft!

(Quelle: Newsletter Christian Klien)

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