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"Sorgen und Ängste der Vorarlberger nimmt man in Brüssel sehr ernst"

Bregenz, Brüssel - Am Mittwoch hat sich die EU-Kommission für die umstrittene Schiefergasförderung ausgesprochen. Doch es gibt auch kritische Stimmen im EU-Parlament. So will der österreichische EU-Abgeordnete Dr. Richard Seeber die gemeinsame Aktion von VN und VOL.AT "Nein zu Fracking am See" unterstützen.

Auch für EU-Parlamentarier Dr. Richard Seeber ist es unverständlich, dass die EU-Kommission der Empfehlung des Parlaments nicht nachgekommen ist, und sich gegen eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung ausgesprochen hat. “Ich war immer gegen Fracking, da es sich hierbei wieder um einen fossilen Brennstoff handelt und auch weil meines Wissens bislang keine sichere Technologie insbesonders für den Wasserhaushalt gegeben ist”, so der Parlamentarier.

Nationale Richtlinien wichtig

Auch wenn es nun keine europaweit verbindliche Regelung gibt, haben doch die einzelnen Mitgliedsstaaten die Möglichkeit entsprechende Verordnungen zu erlassen. Österreich werde dies laut Seeger ohnehin tun, Deutschland bislang leider nicht. Durch eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung würde sich die Transparenz der Genehmigungsverfahren erhöhen und vor allem ermögliche diese eine verstärkte Möglichkeit der Einbeziehung der Bevölkerung.”Es ist aber auch eine Tatsache, dass die einzelnen Mitgliedsstaaten frei in der Wahl der Energiegewinnung sind”.

Schiefergasgewinnung energiepolitisch kurzsichtig

Seeber räumt ein, dass Fracking aus nationaler Sicht für manche Staaten kurzfristig eine Möglichkeit zur Energiegewinnung sein kann. Hier nennt er auch Polen, die bislang sehr stark auf den Rohstoff Kohle angewiesen sind. In Polen erhoffe man sich durch die Schiefergasgewinnung  dieser Abhängigkeit etwas entkommen  und vor allem auch den CO2 Ausst0ß verringern zu können. Für Seeber ein kurzsichtiges Handeln, müsse die Zukunft doch  in erneuerbaren Energieformen liegen. Es sei deshalb wichtig den österreichischen Weg weiter voranzutreiben. Zudem müsse Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie weiter forciert werden. (VOL.AT)

Zur Person:
Richard Seeber ist seit Juli 2004 Abgeordneter (ÖVP) im Europäischen Parlament in Brüssel. 1992 hat er den Vorsitz des Christlich-Demokratischen Europaforums übernommen (CDEF), 2009 hat er mit der EP Water Group eine interparlamentarische Initiative rund um das Thema Wasser gegründet.

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