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„Sonnengesang“ unterstreicht Bildergalerie im Kloster

Prof. Gerhard Winkler (links) übergab die Bücherspende an Klostervater Elmar Mayer.
Prof. Gerhard Winkler (links) übergab die Bücherspende an Klostervater Elmar Mayer. ©Edith Hämmerle
Prof. Gerhard Winkler widmete den Franziskanern zehn Buchexemplare.
"Sonnengesang"

Dornbirn. Inspiriert von der Kunstausstellung, die derzeit im Dornbirner Kloster zu sehen ist, war es Prof. Gerhard Winkler (akad. Maler) ein Anliegen, zehn Exemplare seines jüngst erschienen Werks „Sonnengesang“ dem Franziskanerkloster zu widmen. Nachdem ein Teil des Erlöses aus dem Gemäldeverkauf der bevorstehenden Dachsanierung zufließt, wäre je ein Exemplar als kleines Präsent für Spender gedacht, war die Idee des Dornbirner Künstlers. Zehn aufwendige, mit Blattgold bearbeitete Hinterglasmalereien illustrieren den „Sonnengesang“. Es ist ein Gesang der Farben, die von der Schönheit der Schöpfung erzählen, aber auch über die euphorische Freude, die Franziskus in der Natur empfand. Über das Präsent, das das Leben und Wirken ihres Ordensgründers widerspiegelt, waren die Patres jedenfalls sehr angetan. Ebenso erfreut war Klostervater Elmar Mayer, der sich bei der Übergabe im Kloster für die Bücherspende mit einem herzlichen Vergelt‘s Gott bedankte.

Wertschätzung der Natur

Franz von Assisi, der Begründer des Franziskanerordens, der durch sein Leben und Wirken bereits Ende des elften Jahrhunderts seine Spuren einer großen Wertschätzung aller Geschöpfe und der gesamten Natur bis heute hinterlassen hat, habe für Winkler neue Wege aufgezeigt. Dieser spirituelle Zugang zur Natur beeindrucke ihn zutiefst. Es stellte sich für ihn die Frage, ob wir nicht sinnvoller leben könnten, wenn wir uns etwas zurücknehmen, bereit, weniger zu konsumieren, um so das Leben im versuchten Einklang mit der Natur zu gestalten. Und weiter: „Die Natur zeigt auf, dass wir selbst Teil davon sind und wenn wir ihr Schaden zufügen, uns selbst in ungeahnter Weise schädigen.“

Die Hinterglasmalerei ist eine von mehreren Techniken, die Winkler bevorzugt. Im Besonderen sind die Fastentücher Bestandteil seines Schaffens – bekannt durch das Fastentuch von Haselstauden, ein Geschenk des Künstlers an die Pfarrkirche Maria Heimsuchung. Das auf Baumwoll-Rips mit Ölfarbe bemalte Tuch in einer Größe von 46 x 23 Metern schmückt während der Fastenzeit den Altarraum der Dornbirner Wallfahrtskirche. Auch die tiefe Sehnsucht nach Heil, Befreiung und Erlösung sind vordergründige Themen des Künstlers.
Der Vorarlberger Autor, Theologe und Übersetzer Willibald Feinig hat den „Sonnengesang“ von Francesco d‘Assisi aus dem Jahr 1225 neu übersetzt und einen Vers 9 hinzugefügt. Den Text zum Buch, das im Bucher Verlag (72 Seiten) erschienen ist, verfasste Anita Götz-Winkler – Kunsthistorikerin, Kunstvermittlerin und Tochter des Künstlers. EH

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