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Sonnengesang hinter Glas gebannt

Das neue Projekt von Prof. Gerhard Winkler nimmt Bezug auf den Sonnengesang
Das neue Projekt von Prof. Gerhard Winkler nimmt Bezug auf den Sonnengesang ©Bernhard Tost
Ein neues Projekt des Künstlers Gerhard Winkler weist auf die Schöpfung hin
Sonnengesang von Prof. Gerhard Winkler

Dornbirn. Was haben der Naturschutz und Franz von Assisis Sonnengesang gemeinsam? Beiden geht es um einen guten und ausgewogenen Umgang mit Erde und Umwelt Der heilige Franz von Assisi ist heute vielen vor allem als Patron der Tiere bekannt. Da gibt es die Legende vom Wolf von Gubbio, der durch die Zusprache des Heiligen zahm wurde und zahlreiche Erzählungen über Tiere, die ihn verstanden oder in seiner Gegenwart ihre Scheu verloren haben sollen. Viele Berichte sagen Franziskus eine große Nähe zu Tieren nach. Nicht zuletzt ist sein Gedenktag heute auch Welttierschutztag. Der Hintergrund dieser Haltung und der damit verbundenen Legenden ist die Beziehung aller Teile von Gottes Schöpfung zueinander, die harmonisch und Folge dessen friedfertig sein sollte. Jeder hat seinen Platz und alle sind voneinander abhängig. Franz von Assisi verleiht diesem Ineinander Ausdruck durch den sogenannten „Sonnengesang“, ein Gedicht, dass die Geschwisterlichkeit aller Teile der Schöpfung beschreibt. In einem neuen Kunstprojekt hat der akadem. Maler Prof. Gerhard Winkler den „Sonnengesang“ zum Thema gemacht. . „Franz von Assisi wusste schon im 13. Jahrhundert, dass es auf der Erde alle Elemente braucht“ erläutert Prof. Gerhard Winkler, dessen Ziel es ist, mit Mitteln der Kunst auf die Notwendigkeit eines guten Umgangs mit der Umwelt hinzuweisen.

Symbolik der Hinterglasmalbilder

Nach dem gleichnamigen Gebet des Heiligen Franz von Assisi ist die kunstvolle Arbeit mit Hinterglasmalereitechnik benannt. Er preist darin die Schönheit der Schöpfung. Die Elemente aus dem Sonnengesang – Sonne, Mond, Wind, Wasser, Feuer, Erde, Leid, Tod – werden in zehn Hinterglasmalbildern dargestellt.

Jedes der zehn Bilder spricht für sich selbst, gleichzeitig sind alle symbolisch durch eine fließende Gesamtkonzeption miteinander verbunden. In der Darstellung von Sonne, Mond und Sterne wird die unendliche Schönheit der Höhe und Weite des Universums vom Künstler in einzigartiger Weise festgehalten. Aus dem Samen im Erdreich erwächst eine Blume deren organische Struktur bewegt sich fließend nach oben und versinnbildlicht unseren Weg durchs Leben. Auch die Kostbarkeit des Wassers als Quell des Lebens wird in einem Gemälde eindringlich veranschaulicht.

Jedes Ende ist ein Anfang.

Nachdenklich stimmt das Bild mit dem Kreuz das von zwei Ringen umfangen wird, symbolisiert es doch sowohl Geburt als auch Tod. Wiederaufleben und Erfüllung der Jahreszeiten im Leben der Pflanzen und Tiere lassen wir gelten, doch sobald wir an das Schicksal des Menschen denken, lähmt uns Angst. Der Tod ist mehr als ein Ende, in Wahrheit ein neuer Beginn; denn wenn etwas endet schließt es immer den Beginn eines anderen mit ein. Das Wunder des ständigen Werdens und Vergehens in der Natur ist dem Künstler durch eine facettenreiche Bild Darstellung wunderbar gelungen.

Der „Sonnengesang des Franz von Assisi“ gehört zu den unverlierbaren Schätzen der Menschheit. Es ist das größte Gebet, das die abendländische Christenheit hervorgebracht hat und zählt zur Weltliteratur. Das von Prof. Winkler künstlerisch wertvolle Werk ist ähnlich einem Kreuzweg nachempfunden und könnte an einem der vielen Wanderwege als Hinweis auf die Schöpfung dienen. (BET)

 

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