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Sohn stach zu: Mutter querschnittgelähmt

trafverfolgungsbehörde wertet die Messerattacke als versuchten Mord
trafverfolgungsbehörde wertet die Messerattacke als versuchten Mord ©VOL.AT/Rauch
Staatsanwaltschaft wertet Messerattacke vom September 2019 in Hohenems als versuchten Mord. Unterbringung des psychisch kranken 45-Jährigen in Psychiatrie beantragt.
Cobra-Einsatz nach Messerattacke
Cobra-Einsatz in Hohenems

Von Seff Dünser (NEUE)

Die Familientragödie ereignete sich am 15. September 2019 in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in Hohenems. Ein 45-Jähriger hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft während eines Streits mit seiner 74-jährigen Mutter ein Küchenmesser wuchtig in deren Rücken gestoßen. Die dabei entstandenen Verletzungen führten bei der Pensionistin zu einer Querschnittlähmung. Das teilte gestern auf Anfrage Heinz Rusch als Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch mit.

Antrag auf Einweisung

Die Strafverfolgungsbehörde wertet die Messerattacke als versuchten Mord. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war der mutmaßliche Täter aufgrund seiner psychischen Erkrankung zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig. Deshalb, so Rusch, habe die Behörde nun beim Landesgericht Feldkirch den Antrag auf Einweisung des Betroffenen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gestellt.

Ein Verhandlungstermin für den von Richterin Claudia Hagen geleiteten Schöffenprozess liegt noch nicht vor. Sollten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgeben, würde der Betroffene entweder in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses oder in einem psychiatrischen Gefängnis auf unbestimmte Zeit untergebracht werden. In die Freiheit entlassen würde der Mann aus dem sogenannten Maßnahmenvollzug erst dann wieder, wenn er nicht mehr als gefährlich eingestuft werden würde.

In Zimmer eingesperrt

In Polizeiberichten hieß es, zu der folgenschweren Tat sei es bei einer verbalen Auseinandersetzung aus geringfügigem Anlass gekommen. Der 45-Jährige habe mit dem Messer zwei Mal auf seine Mutter eingestochen, berichtete Rusch. Nach der gegen Mittag erfolgten Messerattacke hat der psychisch kranke Mann seine verletzte Mutter liegen gelassen und sich in seinem Zimmer eingesperrt. Gegen 14.30 Uhr wurde die auf dem Boden liegende Schwerverletzte gefunden. Ihr Lebensgefährte alarmierte die Polizei.

Psychisch krank

Der 45-Jährige ließ sich in seinem Zimmer widerstandslos festnehmen. Er ist unbescholten und leidet seit Längerem an einer psychischen Krankheit. Die über ihn verhängte Untersuchungshaft wird in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung des Landeskrankenhauses Rankweil vollzogen. Für den psychiatrischen Sachverständigen liegen die Voraussetzungen für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher vor: Ohne psychiatrische Behandlung wären weitere schwere Gewalttaten zu befürchten.

(NEUE)

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