"Social Media? Geh’ arbeiten!"

Simon Mathis macht sich durch Social Media selbstständig.
Simon Mathis macht sich durch Social Media selbstständig. ©Dietmar Stiplovsek
Bald auf Pro7: Influencer Simon Mathis (20) erzählt über sein Leben zwischen Social Media und Promis.
Influencer Simon Mathis

Etwa zwölf Stunden am Tag ist Simon Mathis online. Der 20-jährige Hohenemser macht das allerdings nicht zum Spaß – es ist Arbeit. „Ich mache mich gerade als Influencer selbstständig“, erklärt Simon, „da verbringt man einen Haufen Zeit mit Social Media.“ Influencer sind Personen, die auf Plattformen wie YouTube oder Instagram erfolgreich sind und durch ihre hohe Anzahl an Followern einen gewissen Einfluss haben. Sie setzen die Trends: was Influencer haben, wollen alle anderen auch. Bestes Beispiel: Kim Kardashian. Sie bekommt für Posts, in denen sie Produkte vorstellt, über eine halbe Million Euro. „In den USA gibt es viele Influencer, bei uns kommt der Trend gerade erst an“, weiß Simon. Er ist mit seinen Fitness-Posts erfolgreich (WANN & WO berichtete) und konnte über 250.000 Follower auf Instagram sammeln.

Die Anfänge

Schon ab 10.000 Followern ging es los: „Da hat mich erstmals eine Firma angeschrieben. Sie fanden meine Instagram-Seite cool und haben gefragt, ob sie mir ihr Produkt schicken können – ich sollte es testen und einen Post dazu machen“, erzählt Simon. Mit steigender Anzahl an Followern kamen mehr Angebote und Gratis-Produkte sowie Einladungen zu coolen Events wie der Raffaello Night in Berlin. Dort traf der Hohenemser nicht nur Promi-Ladys wie Verona Pooth oder „Red!“-Moderatorin Viviane Geppert, sondern auch Social Media-Stars und Blogger. „Durch sie kam ich auf die Idee, das hauptberuflich zu machen“, erzählt Simon. „Da waren Leute, die teilweise nur das Doppelte an Followern hatten, wie ich, und die verdienten damit Geld. Da begann ich, zu überlegen“, schildert er, wie es zur Selbstständigkeit kam. Mittlerweile hat Simon einen Vertrag mit einem festen Sponsor sowie diverse Firmen, die ihn für einzelne Product Placements buchen.

Verwirrte Großeltern

Was sagt Simons Familie zum Social Media-Erfolg? „Meine Mutter hat mich von Anfang an unterstützt. Für meine Großeltern war es etwas befremdlich“, lacht der Blondschopf. „Die meinte nur: ‚Was, Social Media? Gehʼ arbeiten!ʼ“ Erst, als Simon auch von TV und Zeitungen Aufmerksamkeit bekam, konnte er Oma und Opa überzeugen. Als er ihnen dann noch verriet, was er in einem Monat verdient, hieß es: „Das ist aber viel dafür, dass du nur daheim rumsitzt!“ Nächste Woche wird Simon sogar in der Pro7-Sendung „Taff“ zu sehen sein und über seine Karriere sprechen: „Vor der Kamera war ich anfangs etwas nevös, weil ich keine Kontrolle über das Ergebnis hatte. Im Gegensatz zu meinen YouTube-Videos habe ich den Beitrag ja nicht selbst geschnitten.“ Schlussendlich ist er aber zufrieden. Einen Nachteil hat der Job aber: Simon ist immer noch Single. „Die Mädels regen sich immer auf, weil ich ihnen nie zurückschreibe. Aber nach einem ganzen Tag mit Social Media möchte man eben auch einmal reden, statt immer nur online zu sein!“

Am roten Teppich mit den Stars

Bei Promi-Events in berlin und München traf Simon nicht nur Social-Media-Kollegen zum spontanen Popo-Vergleich, sondern auch zahlreiche kultige Stars. Kürzlich stand er sogar für die Pro7-Show “Taff” vor den Kameras und ist nächste Woche im TV zu sehen.

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