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So will Oberösterreich die 2. Coronawelle verhindern

OÖ LH Thomas Stelzer
OÖ LH Thomas Stelzer ©APA/HELMUT FOHRINGER
Das Auf und Ab bei den bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen geht in Österreich weiter. Diese Maßnahmen zur Eindämmung des Virus will Corona-Hotspot Oberösterreich ergreifen.

Aufgrund der vermehrten neuen Coronafälle in den letzten Tagen muss das Land Oberösterreich als aktueller Corona-Hotspot in Österreich Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen.

In Oberösterreich gilt ab Donnerstag im öffentlichen Raum wieder Maskenpflicht. In Geschäften, Einkaufszentren und Dienstleistungsbetrieben ist von Kunden wie Beschäftigten Mund-Nasen-Schutz zu tragen und der Sicherheitsabstand zu wahren.

Damit nimmt das Land Oberösterreich als erstes Bundesland Österreichs die Corona-Lockerungen wieder zurück.

Freiwillige Registrierung in der Gastronomie

Die Maßnahmen sollen dazu dienen, schärfere Schritte wie einen Lockdown im Bundesland zu vermeiden.

Parallel dazu werden in der Gastronomie freiwillige Registrierungssysteme eingeführt. Die Gäste von Lokalen würden auf freiwilliger Basis gebeten, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. In der Gastronomie müssen Gäste wieder am Weg vom und zum Tisch Maske tragen. Am Tisch, wo bis zu zehn Personen sitzen dürfen, ist das nicht obligatorisch. Das Personal muss ebenfalls Mund-Nasen-Schutz anlegen. Im Freien soll man den Sicherheitsabstand einhalten. Wo das nicht möglich ist, muss ebenfalls eine Maske verwendet werden.

In den Amtsgebäuden gilt das ohnehin bereits seit heute, Dienstag.

Stelzer: "Hatten das Gefühl, es geht wieder aufwärts"

"Es ist schwierig zu solchen Maßnahmen zu greifen, nach einer Phase, wo wir wieder das Gefühl hatten, es geht wieder aufwärts", kommentiert Stelzer die neuen strengen Maßnahmen.

Die Verordnung trete zunächst ohne zeitliche Begrenzung in Kraft, sagte Stelzer. Das Zurücknehmen der Lockerungen sei mit der Bundesregierung und Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) abgestimmt - auch die Sozialpartner tragen im Verbund die Maßnahmen mit, betont Landeshauptmann Stelzer.

Gesundheitsminister: "Ausbreitung hintanzuhalten"

"Ich unterstütze die vom Land Oberösterreich nun beschlossene Maßnahme, den Mund-Nasen-Schutz regional wieder einzuführen", sagt Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober in einer Aussendung. "Wir sind in der Lage lokale Cluster aufzuspüren und die Infektionsketten nachzuvollziehen und zu durchbrechen. Das ermöglicht uns gezielt, lokal gegen das Virus vorzugehen und die Ausbreitung auf größere Gebiete hintanzuhalten", so der Gesundheitsminister.

LHStv. Christine Haberlander (ÖVP), Oberösterreichs LH Thomas Stelzer (ÖVP) und KUK-Primar Bernd Lamprecht zur Corona-Situation - Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Die aktuelle Lage in Oberösterreich

Im Bundesland seien aktuell 427 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Ein wesentlicher Cluster sei weiterhin im Umfeld einer Freikirche zu verorten, hieß es. Laut Behörden sind rund 3000 Menschen unter Quarantäne. Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viel Personen durch einen Infizierten angesteckt werden, liege bei 2,0. "Das ist einfach zu viel", sagte Stelzer. In ganz Österreich liegt dieser Wert laut Stelzer bei 1,37. Oberösterreich ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern bevölkerungsmäßig das drittgrößte Bundesland.

Warnung vor heimkehrenden Urlaubern aus Balkanstaaten

Schon seit vergangenem Freitag hat das Bundesland seine Schulen und Kindergärten wieder geschlossen. Stelzer warnte nach Erfahrungen mit Infizierten vor heimkehrenden Urlaubern aus dem Westbalkan. Hier bestehe offenbar eine erhöhte Gefahr. Österreich hat für die sechs Länder des Westbalkans bereits die höchste Reisewarnstufe verhängt.

56 Neuinfektionen österreichweit

Das Auf und Ab bei den bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen geht in Österreich weiter. Binnen eines Tages wurden laut dem Innenministerium 56 positive Virustests registriert. In den vergangenen Tagen waren es jeweils um die hundert gewesen. 21 davon entfielen auf Oberösterreich, 20 auf Wien. Vorarlberg kann weiter die "0" halten

Die Bundesländerzahlen:

- Burgenland: 2

- Kärnten: 1

- Niederösterreich: 6

- Oberösterreich: 21

- Salzburg: 3

- Steiermark: 3

- Tirol: 0

- Vorarlberg: 0

- Wien: 20

Für den vorübergehend deutlichen Anstieg in den vergangenen Tagen waren Cluster vor allem in Oberösterreich rund um Glaubensgemeinschaften verantwortlich gemacht worden. In Wien pendeln die Zahlen in etwa zwischen 20 und 40 - mit tageweisen "Ausreißern". In Salzburg hat sich die Situation nach einem Ausbruch nach einem Rotary-Club-Treffen offenbar wieder beruhigt.

Inzwischen über 700 Österreicher an Corona verstorben

"Bisher gab es in Österreich 18.421 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (7. Juli 2020, 9.30 Uhr) sind österreichweit 706 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben, 16.686 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 91 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon zehn der Erkrankten auf Intensivstationen", hieß in einer Aussendung des Innenministeriums vom Dienstag.

Corona-Screenings in OÖ: Fokus aus fleischverarbeitende Betriebe

In Oberösterreich sind am Dienstag die Tests in den fleischverarbeitenden Betrieben besonders im Fokus und unter Zeitdruck gestanden, in zwei der betroffenen Unternehmen sind sie weitgehend abgeschlossen. Zudem wollte man einen Schwerpunkt auf mobile Dienste legen und die Testaktivitäten in den Alten- und Pflegeheimen nochmals verstärken.

Im Umfeld von Verdachtsfällen sollen nahe Kontaktpersonen künftig auch dann getestet werden, wenn sie asymptomatisch sind. Bei positiven Fällen an Schulen will man alle Mitschüler derselben Klasse zum Abstrich schicken.

Insgesamt hat das Land begonnen, seine Testkapazitäten wieder hochzufahren. Die Drive-Ins des Roten Kreuzes werden von zwölf auf 16 aufgestockt, die mobilen Teams ebenfalls verstärkt. Im Bedarfsfall will man auch die Laborkapazitäten erhöhen. Für diese Testoffensive hat das Land zehn Millionen Euro locker gemacht, die es aber vom Bund zurückzubekommen hofft. Die Zahl der täglich gemachten Tests in Oberösterreich lag zwischen 1. und 5. Juli zwischen 1.090 und 1.435, am Montag waren es 1.030. Bisher wurden in Oberösterreich 87.382 Coronatests durchgeführt.

CoV-Lage in Oberösterreich angespannt

(APA)

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