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So wie du mich willst - Kritik und Trailer zum Film

Claire (Juliette Binoche) ist 50 Jahre alt, zweifache Mutter, ihr Mann hat sie für eine deutlich jüngere Frau verlassen und ihrem jungen Liebhaber Ludo ist sie zu anstrengend geworden. Um ihm in ihrer Einsamkeit trotzdem nah sein zu können, sucht sie über Facebook Kontakt zu dessen Mitbewohner Alex - als hübsche 24-jährige Clara.

Aus den ersten Chats und Telefonaten wird in "So wie du mich willst" eine scheinbar große Liebe, obwohl Alex und Clara sich noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehen haben. Der Ausgangspunkt für die Verwirrungen von "So wie du mich willst". Ab Freitag im Kino.

So wie du mich willst - Kurzinhalt zum Film

Aus den ersten Chats und Telefonaten mit Alex wird eine scheinbar große Liebe, obwohl Alex und Clara sich noch nie persönlich gesehen haben. Claire blüht in dieser Zeit förmlich auf. Aus der traurigen, einsamen Frau mit den leeren, müden Augen wird eine fröhliche, strahlende Frau, die deutlich jünger wirkt.

Alles ist leichter, heller, aufregender, erregender. "Wie ein Stoß von Asthmaspray. Ich konnte durchatmen", sagt sie rückblickend ihrer Therapeutin über die lebendige Zeit. "Ich habe nicht vorgeben 24 zu sein, ich war 24." Das absehbare Ende der leidenschaftlichen Fern- und Onlineromanze lässt Claires Kartenhaus allerdings jäh zusammenbrechen.

So wie du mich willst - Die Kritik

Von da ab bietet Regisseur Safy Nebbou in seinem Film "So wie du mich willst" auf geschickte Weise im Grunde gleich drei alternative Enden an; in allen gibt es immer mindestens einen Verlierer. Der auf einem Roman von Camille Laurens basierende Film zeichnet das Bild einer starken Frau, die viel erreicht hat und als Literaturdozentin an der Uni in Paris mit beiden Beinen im Leben steht - aber dennoch strauchelt, weil ihr die Geborgenheit fehlt.

Oscar-Preisträgerin Binoche ("Der englische Patient") überzeugt als traurige, alternde Claire mit grauen Haaren, aber begeistert noch mehr als ausgelassene, selbstsichere, bildschöne Clara-Claire und als dritte Claire-Version, die selbstbewusst zu ihrem Alter steht. Nebbous Film dreht sich um die Angst vorm Alleinsein, vorm Verlassenwerden, um die im Internet aufgebauten Illusionen von Nähe, um Grenzüberschreitungen und private Informationen, die online beinahe überall zu finden sind. Die Spange des Films ist dabei die Sitzung von Claire bei einer Therapeutin. Deren Rolle bleibt lange im Unklaren - am Ende sorgt sie für ein weiteres Ende der gleichen Liebesgeschichte. Dank der mehrfachen, überraschenden Wendungen fesselt der Film bis zum Schluss.

Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)


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