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So sieht das Ankunftszentrum in Nenzing aus

Landesrat Christian Gantner war am Donnerstag zu Gast in "Vorarlberg LIVE".

Am Freitag nimmt ORS wieder ein Erstaufnahmezentrum in Vorarlberg in Betrieb. Dieses sei als erste Anlaufstelle in Vorarlberg gedacht, erklärt Landesrat Christian Gantner in Vorarlberg LIVE. Hier werde die Registrierung über einen Covid-Test bis zur medizinischen Betreuung und Beratung durch die Caritas gebündelt. Es sei wichtig, diese Schritte gebündelt und in enger zeitlicher Abstimmung anbieten zu können, bevor sie in andere Unterkünfte weiterziehen: "Die Menschen sollen dann ein bis zwei Wochen bleiben und werden dann in die endgültigen Quartiere zugeteilt", versichert Gantner den befristeten Charakter des Aufenthalts im Auffanglager. Er bekomme immer noch jeden Tag rund 20 Angebote an Wohnraum für die Vertriebenen. Auch das Rote Kreuz stehe als strategische Reserve bei der Flüchtlingsbetreuung weiter zur Verfügung.

Video: Gantner über Unterkünfte

Das Ankunfsquartier in Nenzing bietet laut Gantner Platz für 97 Personen, mehrere Kojen sind für Familien vorbereitet. Schließlich sind 92 Prozent der bisherigen Flüchtlinge Mütter mit Kindern, 62 Prozent allein minderjährige Kriegsvertriebene. Bislang kamen über 1100 Menschen aus dem Kriegsgebiet nach Vorarlberg.

Video: Gantner über Spenden

Dass es mit der Unterbringung nicht getan ist, ist auch Gantner bewusst. Man darf zwar davon ausgehen, dass tatsächlich die meisten wieder in ihre Heimat zurückwollen. Dennoch achte man darauf, dass die Integration, beispielsweise in der Schule, problemlos bleibt. "Wir haben durchaus von kleinen Gemeinden ein riesengroßes Engagement", freut sich der Landesrat. Hier achte man aber darauf, die Schule und Kinderbetreuung im Ort nicht zu überfordern.

Personalsuche

Für die Betreuung ist die ORS Gruppe zuständig. Diese war bereits ab 2015 in Vorarlberg in der Betreuung von Flüchtlingen tätig. Nun sucht man wieder Personal für Nenzing und als Polster, falls weitere Unterkünfte benötigt werden. "Wir brauchen allein für die 24-Stunden-Betreuung zehn Personen", gibt ORS-Sprecher Lutz Hahn einen Einblick in den Bedarf. Herausfordernd für Interessierte wird hier nicht nur die Kurzfristigkeit und Befristung der Tätigkeit, sondern der Beruf selbst. "Freiwillige können jederzeit aufhören, wir in der professionellen Betreuung tragen jedoch eine andere Verantwortung und müssen weitermachen", erlärkt Hahn. Entsprechend braucht es neben einer Affinität für die Fluchtarbeit auch angesichts der oft belastenden Einzelschicksale eine Einstellung, die Nähe und Distanz gleichzeitig erlaubt.

Bislang spendeten die Vorarlberger großzügig zur Unterstützung der Kriegsflüchtlinge über 1,25 Millionen Euro an "Vorarlberg hilft." Diese kommen als schnelle Hilfe für Projekte in den Nachbarländern und der Ukraine selbst den Vertriebenen zugute. Nun wird es auch in Vorarlberg selbst für die Flüchtlinge Verwendung finden. "Uns ist es wichtig, dass dieses Geld zielgerichtet ankommt", betont Gantner die Bemühungen von Caritas und Rotem Kreuz.

Video: Gantner über Teststrategie

Die gesamte Sendung

Die Sendung "Vorarlberg LIVE" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.

(VOL.AT/VN)

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