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Situation in Lech entspannt sich

Rund 1.000 Urlauber, die in Lech eingeschlossen waren, haben am Donnerstag Vormittag über für kurze Zeit freigegebene provisorische Straßen die Heimreise antreten können.

Am Tag 2 nach den schweren Unwettern in Vorarlberg gibt es also immer häufiger gute Nachrichten. Denn auch im Rheintal und Walgau sind die gröbsten Behinderungen im Straßenverkehr beseitigt.

Die Urlauber wurden mit einer Polizeieskorte in einem Sonderkonvoi aus ihrer unfreiwilligen „Haft“ entlassen: Für 90 Minuten wurden die Straßen freigegeben. Für den allgemeinen Verkehr blieben die Verbindungen nach Lech sowie im Klostertal auch am Donnerstag noch gesperrt. Dadurch sollen die Aufräumungs- und Sanierungsarbeiten aufrechterhalten bleiben. Möglich sind jedoch Versorgungsfahrten, um Lebensmittel und andere Güter nach Lech und Zürs zu bringen, sowie Fahrten durch die Einsatzkräfte.

Für das Trinkwasserproblem in Lech zeichnete sich am Donnerstag ebenfalls eine Lösung ab. Bürgermeister Ludwig Muxel erklärte in Radio Vorarlberg, dass man dabei sei, das Lecher Trinkwassernetz an jenes von Zug anzuschließen. Die Wasserleitungen ins Dorfzentrum war bei den Murenabgängen und Überflutungen von Montagnacht auf einer Länge von 1,5 km zerstört worden.

Nur noch partiell, aber nicht mehr großflächig gab es am Donnerstag in Vorarlberg noch Probleme mit der Stromversorgung, erklärte Christoph Burtscher von den Vkw auf APA-Anfrage. „Zum Teil erfolgt die Versorgung über Notaggregate, aber es ist alles unter Kontrolle.“ Rund 200 Mitarbeiter der Vkw und Illwerke standen seit Montag im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Bis zum Wochenende rechnet der Energieversorger damit, die Stauwerke Andelsbuch und Alberschwende im Bregenzerwald von den Verklausungen befreit zu haben. Langsam würden auch die übrigen Stauseen wieder auf den für diese Jahreszeit normalen Stand gefüllt werden, ergänzte Burtscher.

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