"Sister-Act" um Wimbledon-Titel

Nach dem Ausscheiden der Top-4-Spielerinnen der Weltrangliste hat das Damenturnier in Wimbledon dennoch ein Traum-Finale: Williams vs. Williams.

Nach Zweisatz-Siegen über Jelena Dementjewa bzw. Zheng Jie haben Venus und Serena Williams am Donnerstag das Endspiel der mit 15 Mio. Euro dotierten All England Championships erreicht.

Venus hatte sich mit einem 6:1,7:6-Erfolg über die Russin ihr bereits siebentes Einzel-Finale im Tennis-Mekka gesichert, Serena bezwang die Chinesin 6:2,7:6 und ließ sich auch von mehreren Regenunterbrechungen nicht vom Siegeskurs abbringen.

Damit kommt es am Samstag zum insgesamt 16. Mal zum “Sister Act” – es ist das dritte Wimbledon-Finale, in dem sich die beiden Schwestern gegenüberstehen. 2002 und 2003 hatte Serena gewonnen, für die rund 13 Monate jüngere Williams wird es auch schon ihr viertes Endspiel an der Church Road. Venus kämpft bereits um ihren fünften Titel nach 2000, 2001, 2005 und 2007.

Venus ist im Endspiel gegen ihre “kleine” Schwester Favoritin, Serena führt aber im Head-to-Head mit 8:7. In Finali bei Grand-Slam-Turnieren führt Serena gar mit 5:1. Venus hat bisher sechs, Serena acht Major-Titel geholt.

Bei den Herren hat sich im Überraschungs-Viertelfinale zwischen Rainer Schüttler und Arnaud Clement der Deutsche den letzten noch freien Semifinal-Platz gesichert. Der 32-jährige Schüttler setzte sich gegen den Franzosen nach insgesamt 5:11 Stunden mit 6:3,5:7,7:6(6),6:7(7),8:6 durch und ist damit der erste deutsche Halbfinalist seit Michael Stich (1997).

Es ist der größte Erfolg des Australian-Open-Finalisten von 2003 auf dem “Heiligen Rasen”, der ihn zurück unter die besten 40 Tennisprofis der Welt katapultieren wird. Auch ein Preisgeld von 236.750 Euro ist ihm schon sicher. Das Viertelfinale der ältesten Spieler der diesjährigen All England Championships war am Mittwochabend vertagt worden. Der nur auf Platz 97 ins Turnier gestartete Schüttler wird es allerdings im Halbfinale am Freitag gegen Rafael Nadal sehr schwer haben, denn der Spanier präsentierte sich auch auf Rasen in “Paris-Form”.

Im zweiten Halbfinale trifft der fünffache Wimbledonsieger Roger Federer auf den überraschend starken Russen Marat Safin, gegen den er von bisher zehn Vergleichen acht gewonnen hat. Der Weltranglisten-Leader aus der Schweiz könnte mit dem sechsten Wimbledonsieg in Serie den Rekord des Schweden Björn Borg überbieten.

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