Signal-for-Help - Zeichen gegen Gewalt

©www.amazone.or.at
Gewalt ist Lebensrealität vieler Frauen* und Mädchen*: Jede Dritte hat schon einmal Gewalt in einer Partnerschaft erfahren – während der Pandemie hat sich die Situation verschärft.
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Lockdowns bedeuten, mit Familie oder Partner*in in den eigenen vier Wänden isoliert zu sein. Es stehen kaum Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung, Stress und Druck nimmt zu.

Die aktuellen Zahlen – 31 Femizide allein im Jahr 2021 – bestätigen, dass die Gewaltbetroffenheit, vor allem von Frauen* und Mädchen*, während der Pandemie und besonders während der Lockdowns stark gestiegen ist: Bei den österreichischen Frauenhelplines suchten bis zu 70 Prozent mehr Frauen* Unterstützung. Auch in der Mädchenberatung Amazone ist diese Tendenz stark spürbar.

Für von Gewalt betroffene Frauen* ist es häufig schwierig, Unterstützung zu finden und in Anspruch zu nehmen, häufig werden sie isoliert und/oder vom Partner kontrolliert. Eine Möglichkeit, unbemerkt auf häusliche Gewalt hinzuweisen, ist das Signal-for-Help. Das Zeichen kann im Videocall genauso verwendet werden wie im öffentlichen Raum oder einer Apotheke und ohne Worte auf Gewaltbetroffenheit aufmerksam machen.

Die simple Handgeste stammt ursprünglich aus einer kanadischen Bewegung und wurde in den letzten Monaten vermehrt in Sozialen Medien geteilt. Wird das Zeichen bemerkt, dann ist es wichtig, mit der betroffenen Person in Kontakt zu treten und herauszufinden, was gebraucht wird und wie geholfen werden kann. Vielleicht muss einfach nur zugehört werden oder die Person braucht konkrete Infos zu professionellen Anlaufstellen. Wenn sich die hilfesuchende Person in akuter Gefahr befindet, kann es richtig sein, umgehend die Polizei zu informieren.

Das Signal-for-Help Handzeichen ist ganz einfach: Handfläche offen
vor sich halten, Daumen auf die Handinnenfläche legen und die Faust ballen.

Auch in der von Verein Amazone und femail FrauenInformationszentrum Vorarlberg gemeinsam für Social Media produzierten Videokampagne STOPiT wird geschlechtsspezifische Gewalt thematisiert. Drei kurze Clips machen auf die Themen psychische Gewalt, physische Gewalt und Zwangsheirat aufmerksam. Unter www.STOPiT.at werden sowohl Beratungs- und Anlaufstellen für Betroffene als auch Informationen zu Zwangsheirat und zur Handbewegung Signal-for-Help zur Verfügung gestellt.

Kostenfreie, anonyme und mädchenparteiliche Hilfe bietet auch die Mädchenberatung Amazone für alle Mädchen* und jungen Frauen* von zehn bis 25 Jahren. Beratungsgespräche können mit Dolmetscherinnen* in den Sprachen Rumänisch, Englisch, Farsi, Arabisch und Türkisch angeboten werden.

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