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Siegerprojekt Museumsneugestaltung in Schruns

Teilen auch Sie uns ihre Meinung zum Thema Museumsgestaltug in Schruns mit.
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Ich möchte richtig stellen, dass auf Antrag der Gemeinderätin Heike Ladurner in der Gemeindevorstandssitzung – genau am 04.02., nach dem Bericht über das Siegerprojekt in der VN bzw. Heimat – das Thema MuseumNeu, speziell was die Fassadengestaltung betrifft, behandelt worden ist. Einstimmige Feststellung und Empfehlung der Gemeinderäte in Schruns: Eine Änderung der bestehenden Fassade des ehem. Silvretta-Center Gebäudes am Kirchplatz in Schruns ist nur äußerst schwer vorstellbar. Außerdem müssen alle Auflagen der Raumplanung im Zentrumsbereich erfüllt werden. Auch wurde gemeinschaftlich vereinbart, dass das Projekt mit allen Details vom Projektleiter unter anderem allen Gemeindevertretern präsentiert wird. Gleichzeitig soll auch die Bevölkerung und Gremien wie der Heimatschutzverein in einem konstruktiven und sachlichen Prozess den Neubau des Museums mitgestalten. Nur so kann ein derartig wichtiges Vorhaben an so prominenter Stelle zur Zufriedenheit der Bevölkerung, welche das Museum letztendlich mit finanziert, realisiert werden. Leider ist eine ehrliche Diskussion, wie von dir richtigerweise angeregt, in Wahlkampfzeiten äußerst schwierig. Im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit haben wir vereinbart, das Thema Museum Neu im Wahlkampf nicht zur persönlichen Profilierung zu nutzen.

Der Heimatschutzverein hat bereits in einer Aussendung zur Veranstaltungsreihe MONT.AG – Montafoner Architektur Gespräche – eingeladen. Dort wird unter anderem die Diskussion des MuseumNeu bereits bei den Treffen im März angekündigt und um entsprechenden Input gebeten. Als Schrunser freue ich mich schon auf konstruktive und spannende Gespräche was die Gestaltung des MuseumNeu, speziell aber auch was die Architektur im alpinen Raum betrifft. Mehr Infos sind auf der Homepage des Stand Montafon zu finden.

Jürgen Kuster

Von: Gebhard Burger [mailto:gebhard.burger@aon.at]

Gesendet: Dienstag, 02. März 2010 16:56

An: montafon@lists.at

Betreff: [montafon] Siegerprojekt Museumsneugestaltung in Schruns

In einer Postwurfsendung der Gemeinschaftsliste “Metnand för Schru”

(Panorama-Ausgabe 15, Feb. 2010) wird das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs, für die Umgestaltung des Heimatmuseums Schruns kurz vorgestellt. Der Wettbewerb wurde über den Heimatschutzverein vom Stand Montafon ausgeschrieben. Dieses Siegerprojekt hat es mir nun ganz besonders angetan! Mich würden die Kriterien interessieren, die für die Wahl dieses Projektes zum Siegerprojekt ausschlaggebend waren. Falls die Kriterien unpassend, völlig daneben, zerstörerisch für die gewachsenen Strukturen, deplaziert, auffällig um jeden Preis u. krasse Gegensätze waren, dann hat dieses Projekt den Siegertitel verdient. Kann mir jemand die Namen der Jurymitglieder nennen? Ich möchte ihnen für ihr Urteil gratulieren!

Sollten auch mit diesem Projekten mehr Besucher nach Schruns gelockt werden, dann hat dieses Projekt auch sehr gute Chancen, weil Menschen sich gerne auch Skandalöses u. besonders Misslungenes ansehen; das liegt irgendwie auch in der Natur des Menschen. Ich hoffe nicht, dass eine solche Absicht hinter der Prämierung dieses Projektes steckt!

Wie unschwer erkennbar ist, habe ich eine zynische Ader. Bei solchen Aktionen ohne jedes Gespür für Respekt gegenüber Gewachsenem scheint mir Zynismus jedoch angepasst, denn in gewisser Weise erscheint mir auch dieses “Siegerprojekt” als sehr zynisch.

Dazu noch ein paar Gedanken.

Wie steht der HeimatSCHUTZverein zu einem solchen Projekt, wo doch schon in seinem Namen der Schutz der Heimat enthalten ist? Das Siegerprojekt scheint mir eher Heimat zu vernichten anstatt zu schützen.

Der Liste “Metnand för Schru” danke ich, dass sie die Bevölkerung von Schruns über solche Planungen informiert, obwohl sie um Stillschweigen gebeten wurde. Warum diese Heimlichkeiten? Will man die Bevölkerung kurz vor Baubeginn überrumpeln und vor vollendete Tatsachen stellen? Ungefähr so lief es meines Wissens ja auch bei einem Projekt in der Silvretta. Steckt da ein System dahinter? Kann man Menschen vertrauen, die versuchen ihre Unternehmungen möglichst lange vor der Öffentlichkeit geheim zu halten? Habe diese Leute etwas zu verbergen?

Meine Empfehlung an die Verantwortlichen: Verwerfen sie dieses Projekt u.

ersparen sie uns unnötige weitere Planungskosten oder bringen sie den Mut auf, ihre Pläne offen u. ehrlich zu diskutieren. Schließlich ist ein solches Projekt ja keine Privatangelegenheit. Von Politkern meines Vertrauens erwarte ich, dass sie keine Heimlichkeiten vor mir haben u. sich vor einer sachlichen Auseinandersetzung nicht scheuen. Alles andere erscheint mir höchst verdächtig.

Noch etwas.

Die Vogel- u. Schweinegrippe haben wir überstanden. Müssen wir uns in Schruns jetzt vor einer Seuche fürchten, die durch das Virus “Betonitis”

verursacht wird? Einige Symptome dafür gibt es ja bereits.

Übrigens habe ich nichts gegen den Baustoff Beton, sofern er mit etwas Gefühl für Harmonie u. an geeigneten Plätzen verwendet wird. Er scheint mir besonders gut geeignet für Schutzbauten u. tragende Elemente. In gewissem Maße ist er durchaus auch für künstlerische Objekte geeignet. Von den Künstlern, die ihn verwenden, erwarte ich jedoch, dass sie im öffentlichen Raum auch öffentliche Interessen mit einbeziehen, bes. auch dann, wenn ihre Werke mit öffentlichen Geldern mitfinanziert werden. Beton kann durch seine Eigenschaften auch sehr kalt u. abweisend wirken u. u. U. seine Umgebung erschlagen.

In der Hoffnung, dass ich nicht eines Tages von einem Schrunser Betonklotz erschlagen werde (beim Besuch der Friedhofskapelle hatte ich so ein bedrohliches Gefühl) od. mir durch seine Kälteausstrahlung einen Krampf od.

Schnupfen hohle, wünsche ich mir von den Verantwortlichen, dass sie wieder mehr den Mut aufbringen, bei Projekten im Dienst der Allgemeinheit diese auch in den Entscheidungsprozess offener u. ehrlicher mit einzubeziehen.

Dazu muss nicht unbedingt für jedes Projekt eine Volksbefragung durchgeführt werden. Es genügt meines Erachtens, wenn die Verantwortlichen einfach ihr Ohr etwas näher bei den Bürgern haben und deren Interessen ernst nehmen. Die Interessen der Bürger sollten sie ja vertreten; das ist zumindest meine Auffassung von demokratischer Politik. Das Versprechen des aktuellen Schrunser Bürgermeisteranwärters, wieder besonders auf die Bevölkerung zu hören, ist für mich ein Signal in die richtige Richtung. Wenn bei den Verantwortlichen offenen u. ehrlichen Worten auch entsprechende Taten folgen, dann ist mir um die Schrunser Zukunft nicht bang.

Gebhard Burger

Schruns

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