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„Sie sind die Stützen unseres Alltags“

Küchenchef Elmar Karlinger mit Maria und Danny
Küchenchef Elmar Karlinger mit Maria und Danny ©Christof Egle
Im Altacher Sozialzentrum werden vier Menschen mit Beeinträchtigung beschäftigt.
Inklusion Sozialzentrum Altach

Altach. Das Thema Inklusion – die Integration von Menschen mit Behinderung in den regulären Arbeitsmarkt – spielt bei vielen Unternehmen eher eine untergeordnete Rolle. Ganz anders verhält es sich diesbezüglich bei einem absoluten Vorreiter, dem Altacher Sozialzentrum und das bereits seit der Eröffnung vor 22 Jahren. Vier Menschen stehen derzeit in einem aktiven Dienstverhältnis, die waschechte Altacherin Simone bereits seit dem ersten Tag der Institution im Dorfzentrum. Die anderen drei sind ebenfalls mehr als nur treu ihrem Arbeitgeber gegenüber. Danny steht seit fast 18 Jahren in der Küche, Melanie in selbiger seit mehr als 16 Jahren, während es das arbeitstechnische „Nesthäkchen“ Maria auch schon auf fast 13 Dienstjahre bringt. „Wir stellen fest, dass nicht nur unsere Angestellten mit Beeinträchtigung – aber diese im Speziellen – uns gegenüber mehr als nur loyal sind“, sagt der Geschäftsführer Simon Hagen, der auch sonst zu hundert Prozent hinter der Idee steht. So müssen derzeit bedingt durch die Corona Pandemie zwei Mitarbeiter zuhause bleiben – sie zählen zur Risikogruppe – wöchentlich erreichen das Sozialzentrum Anfragen, wann sie endlich wieder arbeiten dürfen. Hagen stellt auch Kritikern gegenüber fest, dass es sich hier nicht um möglichst billiges Arbeitspersonal geht, ganz im Gegenteil: „Die Menschen unterliegen alle einem Kollektivvertrag, haben Urlaub, bekommen automatische Gehaltserhöhungen, genießen alle sozialen Benefits wie die anderen Mitarbeiter und – vielleicht das Wichtigste – sie bekommen später einmal alle eine Pension.“

Im internen Ablauf unterliegen die Menschen der Abteilung „Hauswirtschaft“, die vom langjährigen Küchenchef Elmar Karlinger geleitet wird. Der 59-jährige erachtet seine vier besonderen Mitarbeiter, als die Eckpfeiler seines 18-köpfigen Teams und möchte an sich keinen Tag auf sie verzichten: „Sie brauchen vielleicht etwas mehr Struktur, aber sie sind stets freundlich, pünktlich und absolut verlässlich, genau und höchst motiviert in ihrer Arbeitsweise – ab und zu muss ich sie eher einbremsen.“ Durch die lange Dienstzeit kennen Simone, Danny, Melanie und Maria den Betrieb in – und auswendig – so können sie des Öfteren neuen Mitarbeitern gewisse Abläufe und Herangehensweisen zeigen und nehmen ihrem Chef somit einen Teil der Eingewöhnungsphase ab, der auch gleichzeitig betont, dass der richtige Umgang mit Menschen mit Behinderung für ihn ein außer Frage stellendes Kriterium bei der Mitarbeitersuche darstellt. Außerdem unterstreicht Karlinger auch den großen Rückhalt der einzelnen Familien, die voll hinter dem Projekt stehen: „Man kann fast sagen wir haben die Leute nicht gesucht, sondern sie haben uns gefunden.“ CEG

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