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„Sidlig z´Nenzing“ wird nun konkret

Architekt Andreas Cukrowitz präsentierte den Gemeindevertretern das Siegerprojekt.
Architekt Andreas Cukrowitz präsentierte den Gemeindevertretern das Siegerprojekt. ©Elke Kager Meyer
Erste Baumaßnahmen starten voraussichtlich im Herbst 2018
Siedlig Nenzing

Mit Spannung verfolgten die Nenzinger Gemeindevertreter am Montag-Abend die Präsentation des Siegerprojektes des Bauträgerwettbewerbs für die Nachnutzung des früheren Fußballplatzes. „Das Projekt Nenzing d´Sidlig wird konkret. Nach vier Jahren sorgfältiger Abwägung und Diskussion mit der Bevölkerung sowie Fachleuten kommt die Quartiersentwicklung Nenzing Siedlung der Realisierung näher“, freute sich Bürgermeister Florian Kasseroler über das Ergebnis: „Das Siegerprojekt erhielt eine einstimmige Empfehlung und wir sind in guten Verhandlungen mit dem Bauträger.“ Gewonnen hat das von der Firma I+R Schertler GmbH in Kooperation mit der Wohnbauselbsthilfe und dem Planungsteam Dorner/Matt Architekten sowie Gruber+Haumer Landschaftsplaner ausgearbeitete Projekt. Geplant sind zehn winkelförmige Gebäude, die zu fünf Duplexeinheiten verdichtet werden.

Umsetzung in zwei Phasen

Die sechs eingereichten Projekte wurden durch eine unabhängige Jury mit Sachpreisrichtern aus der Gemeindepolitik sowie Fachpreisrichtern beurteilt. Die Jury-Begründung lobte die konsequente und innovative Haltung, die Schaffung von Wohnraum für unterschiedlichste Wohnbedürfnisse, der hohe Grünraumanteil sowie die gelungene Einbindung in die Landschaft. „Qualitätvolles Bauen und leistbares Wohnen sind oftmals nur sehr schwer unter einen Hut zu bringen“, hatte Architekt Andreas Cukrowicz, der das Siegerprojekt stellvertretend für die Jury präsentierte, großes Lob für alle eingereichten Projekte parat. Die Entscheidung für das Siegerprojekt sei aber dennoch eine klare und einstimmige gewesen. Auch die Vorgangsweise der Marktgemeinde Nenzing fand bei den involvierten Architekten große Zustimmung. „Diese Art von Quartiersentwicklung ist im Land einzigartig. Damit dürft ihr guten Gewissens ein wenig prahlen, damit es auch Schule macht“, wünschte sich Cukrowicz einen solchen Innovationsgeist auch von anderen Kommunen. Die Grundstücksvergabe an den Bauträger soll möglichst rasch über die Bühne gehen. Sofern alles nach Plan läuft, könnten bereits Ende 2018 die Bauarbeiten der ersten Umsetzungsphase starten, zwei Jahre später ist die Umsetzung der zweiten Bauphase geplant. 1.700 Quadratmeter bleiben zudem für Baugruppen reserviert. Übrigens: Heute, Donnerstag, haben Interessierte von 19 bis 21 Uhr die Möglichkeit, die Projekte im Ramschwagsaal zu besichtigen.

 

Umfrage:

Ihre Meinung zur Quartiersentwicklung „Sidlig“?

Der Weg, den Nenzing hier gegangen ist, ist absolut vorbildlich und zukunftsweisend für das ganze Land. Man hat sich hier intensiv mit der Siedlungsentwicklung auseinander gesetzt. Es wurde eine neue Typologie entwickelt, die die Umgebungsstruktur respektiert und gleichzeitig viel Potential offen lässt.

Andreas Cukrowicz, Architekt, Jurymitglied

 

Für mich war es interessant zu sehen, wie ein solcher Wettbewerb abläuft. Ich habe mich in erster Linie in die Position der Nachbarn hineinversetzt und überlegt, welches Projekt aus dieser Sicht das am besten verträgliche ist. Das Siegerprojekt fügt sich meiner Meinung nach am besten ein.

Melitta Greussing, Jurymitglied

 

Es ist hier sicherlich ein landesweites Vorzeigeprojekt entstanden, das hat es in dieser Konstellation noch nie gegeben. Außergewöhnlich auch die so große, zusammenhängende Fläche und die gesamthafte Verbauung ohne Zerstückelung in Teilflächen – das war einerseits sehr spannend und gleichzeitig eine Herausforderung.

Hans Hohenfellner, Architekt, Vorprüfung

 

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