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"Sidi" geigt in der Hofsteighalle für Mühlebach

©VMH
FC Höchst Kicker spielt für das Dornbirner Überraschungsteam beim Masters

Überraschungsteam SC Mühlebach angelt sich bei Masters-Premiere Gastspieler Sidinei de Oliveira

Neun Operationen und schlimme Verletzungen stoppten die Profikarriere von Sambatänzer Sidinei de Oliveira

Der Vorarlbergligaklub FC Höchst wurde 2015 sensationell Masterssieger und fehlt heuer erstmals bei der inoffiziellen Vorarlberger Hallenfußballmeisterschaft in der Hofsteighalle. Daher macht Sambatänzer Sidinei Antonio Zeferino de Oliveira (35) als Gastspieler Gebrauch und wird für den überlegenen Spitzenreiter in der 5. Landesklasse Unterland, SC Mühlebach, auflaufen. Der Dornbirner Klub nimmt zum ersten Mal am Hallenmasters teil und stellt mit Oliveira gleich einen ganz prominenten Gastspieler. „Ich kenne den neuen Verein nur vom Namen. Spieler Martin Beyer hat mich gefragt, ob ich mitspielen will und da musste ich nicht lange überlegen. Das Weiterkommen in den Hauptbewerb wäre für Mühlebach beim Erstantreten eine richtige Sensation, aber durchaus machbar“, sagt Sidinei de Oliveira. Am letzten Gruppentag des Vorrundenturnieres ab 18.30 Uhr trifft Mühlebach aber auf die starken 1b-Teams von Lauterach, Göfis, Veranstalter Wolfurt und die jungen Talente der FZM Mittelwald. „Ich spiele sehr gerne in der Halle. In meiner Heimat Brasilien habe ich bis zu meinem 14. Lebensjahr alle Pflichtspiele nur auf dem Parkett gespielt und vor allem die Technik in frühen Jahren ausgiebig gelernt“, so Oliveira. In Vorarlberg wurde der Doppelstaatsbürger mit SW Bregenz vor drei Jahren Sieger im Seehallencup in Hard und glänzte dort als Torjäger und Spielmacher bei den Bodenseestädtern.

Neun Operationen in sieben Jahren

Gleich neun Operationen in sieben Jahren stoppte immer wieder die Profilaufbahn von einem der stärksten Brasilianer, die es jemals in Vorarlberg gegeben hat. Der Leidensweg und die Pechsträhne für „Sid“ begann im Mai 2010: Sein damaliger Mitspieler Daniel Ernemann von Austria Lustenau verletzte so schwer, dass sich Oliveira einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog. Sieben Mal wurde er in den nächsten zwei Saisonen dann operiert, an ein Fußballspielen sogar lange Zeit an ein Karriereende, war nie und nimmer zu denken. Ausgerechnet zu seinem Höhepunkt war Sidinei de Oliveira lange außer Gefecht. Es folgten 2015 bei Brühl St. Gallen und 2016 bei Wolfurt zwei weitere Wadenbeinbrüche und zwei operative Eingriffe. Beim Schweizer Klub Brühl St. Gallen sorgte Oliveira mit seinem „Tor des Jahres“ von der Mittellinie ins Kreuzeck für großes Aufsehen. „Ich wollte trotz der langen Verletzungsphase immer wieder zurück in den aktiven Fußball. Habe sportlich gesehen doch viel erreicht und kann zufrieden sein.“ Vor allem bei SW Bregenz (Platz fünf RLW) und beim oberösterreichischen Klub Pregarten (LL-Meistertitel) hat Oliveira sein ganzes Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

An ein Karriereende will der 35-jährige Mittelfeldspieler und Spielmacher von Vorarlbergligaklub Höchst noch nicht denken. „Ich will mit Höchst den Aufstieg in die VN.at Eliteliga Vorarlberg realisieren und dort noch zumindest ein zwei Saisonen spielen“, hat Sidinei de Oliveira ein ganz klares Ziel noch vor Augen. Für Nachwuchs ist schon gesorgt: Seine Söhne Lisandro (7 Jahre aus erster Ehe mit Cindy Müller) und Lionel (3 Monate aus zweiter Ehe mit Veronika) sollen einmal in die Fussstapfen ihres Vaters treten. Aber so lange Oliveira vom Verletzungspech verschont bleibt und er sich topfit fühlt, steht einer aktiven Karriere nichts im Wege.

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