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Sicherheit in den Bergen: Fünf Tipps für die nächste Wanderung

eBook Bergwetter Guide
eBook Bergwetter Guide ©eBook Albert Leichtfried
Das Gemsteltal in Mittelberg bietet Outdoorfans einen perfekten Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Runde zu Bernhard's Gemstelhütte ist jedoch nicht unbedingt einfach und erfordert alpine Erfahrung. Damit ein Ausflug in die Berge ein Erfolg wird, muss einiges bedacht werden. 

Aktuell zieht der Schnee viele Menschen aus der ganzen Welt in die Alpen. Langlauf, Ski, Snowboard, Rodeln oder auch eine Winterwanderung durch Schnee und Eis haben einen besonderen Reiz. Was muss zur eigenen Sicherheit beachtet werden? Lawinengefahr und plötzliche Kaltlufteinbrüche gehören zu den Gefahren, die auf keinen Fall unterschätzt werden dürfen. Abgesehen von warmer Kleidung, Handschuhen und einer Mütze sollte Folgendes in jedem Fall mitgenommen werden: Halbsteigeisen (verbesserter Halt im Schnee), Eispickel und einen Biwaksack (hält Wind und Wasser ab).

Es gibt aber auch viele Tipps die das ganze Jahr beachtet werden müssen. Dazu hat der erfahrene Meteorologe, Bergführer und Extremkletterer Albert Leichtfried den kostenlosen Ratgeber „Bergwetter Guide“ geschrieben, der seine Erfahrungen und Tipps hier an seine Leser weitergibt. Was eine gute Vorbereitung ausmacht, welche Rolle das Wetter spielt und wie du Gefahrensituationen meisterst:

1. Keine Tour ohne Planung!

Die Grundlage für jeden Outdoor-Sport im alpinen Gelände ist die Tourenplanung. Hierbei müssen alle Rahmenbedingungen bedacht werden, um Überraschungen und Notfälle zu vermeiden. Erkundige dich über das Gelände, berechne deine Wegzeit und arbeite eine Route aus. Eine topographische Karte oder Wanderkarte kann dir dabei helfen. Generell solltest du bereits während der Vorbereitung Alternativen und mögliche Umkehrpunkte einplanen. So bist du auf viele möglichen Szenarien eingestellt. Überschätze deine eigenen Fähigkeiten nicht und plane genügend Puffer bis zum Einbruch der Dunkelheit ein.

2. Wissen, wie das Wetter funktioniert

Gerade im Gebirge kann die Natur für Überraschungen sorgen – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Du solltest daher nicht nur die Wetterprognosen überprüfen, sondern dich auch selbst mit den Grundlagen der Wetterkunde auskennen. Denn Wettervorhersagen sind ungenau und fehleranfällig. Das Wissen um Kalt- und Warmfronten, Gebirgswinde, extreme Phänomene wie Sturm, Kälte und Gewitter sowie um Wolken hilft dir bei Entscheidungsprozessen vor und während der Tour. So kannst du beispielsweise anhand verschiedener Wolkenbildungen erkennen, ob ein Wetterumschwung bevorsteht. Wusstest du Beispielsweise, dass Kaltfronten auch im Sommer auftreten können und von einem Moment auf den anderen deine Wanderroute komplett verschneien können? In diesem Fall kann es enorm wichtig sein einen Notunterschlupf aus Schneemauern zu bauen, bevor der Wanderer die Orientierung verliert.

3. Eine gute Ausstattung ist die halbe Miete

Erst mit einem gut gepackten Rucksack und der richtigen Kleidung solltest du in die Berge aufbrechen. Erste-Hilfe-Set, Biwaksack, Trinkflasche, Taschenmesser, Funktionsbekleidung, Karten, ein Mobiltelefon für Notrufe sowie eventuell ein Grödel oder Stöcke gehören zur Grundausstattung. Darüber hinaus muss dein Equipment auf das Wetter sowie auf die Dauer und spezifische Bedingungen der Tour oder Sportart angepasst sein. Grundsätzlich sollte dein Equipment lieber etwas zu üppig bestückt als unvollständig sein.

4. Gefahr in Verzug

Ursache für viele Gefahrensituationen ist das Wetter. Wärmgewitter gelten zum Beispiel als bedeutende Gefahr für Alpinisten. Sie entstehen meist im Laufe des Nachmittags und sollten daher bei der Planung bedacht werden, indem diese auf den Vormittag beschränkt wird. Auch Schnee, Sturm, Nebel und Kälte bergen große Risiken. Du solltest dich über das richtige Verhalten in Notfällen informieren und wissen, wie man sich bei Erfrierungen, Gewitter an exponierter Stelle oder Orientierungslosigkeit verhält.

5. Niemals die Ruhe verlieren

Die Grundregel des Outdoor-Sports: Ruhig bleiben. Auch wenn du verletzt bist, die Orientierung verloren hast oder ein Unwetter aufzieht – du solltest versuchen, nicht in Panik zu verfallen. Halte das Risiko so gering wie möglich und gehe bedacht vor. Denn wer panisch umherirrt, läuft erst recht Gefahr, weiter vom Weg abzukommen, einen Abhang zu übersehen oder sich zu verletzen. In Notfällen solltest du immer die Bergrettung kontaktieren und gut geschützt an Ort und Stelle verharren.

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