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Sich gegenseitig kennen lernen

Auch Mama Hülya besuchte mit Lina gerne die Veranstaltung.
Auch Mama Hülya besuchte mit Lina gerne die Veranstaltung. ©fep
"So feiern wir die Geburt eines Kindes“ lautete das Motto der dritten Veranstaltung von „Muslime und Christen im Gespräch“, welche am vergangenen Freitag im Kinder- und Familientreff Bifang stattfand.
Muslime und Christen im Gespräch

Rankweil (fep) Begonnen wurde der besinnliche Abend mit Erzählungen von sechs Referenten, welche von Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben berichteten: „Im ersten Drittel meiner Schwangerschaft hüteten mein Mann und ich unser süsses Geheimnis“, erzählte beispielsweise Miriam. „Für uns war es ein besonderes Ritual, in der Basilika Kerzen anzuzünden und für eine gute Schwangerschaft und die Geburt zu beten.“ „Als wir erfuhren, dass ich schwanger bin, beteten wir mit Hilfe einer Kette jeden Tag für ein gesundes und ein sehr gläubiges Kind“, so Sevcan. „Nach dem geplanten Kaiserschnitt erfolgte die traditionelle Waschung“. „Die Waschung des Neugeborenen ist adäquat zur Taufe gedacht“, erklärte der muslimische Theologe Durmus Gamsiz. „Auch wird bei uns der Name dem Kind mittels Gebeten in das rechte Ohr geflüstert, und in das linke Ohr erfolgt eine Art Aufruf. Denn wir glauben daran, dass sich das Kind später zwar nicht auf der kognitiven, wohl aber auf der unterbewussten Ebene daran erinnern wird.“. Bei der Namensgebung achten die Muslime darauf, „dass der Name sowohl religiöser Herkunft, als auch bei der hiesigen Gesellschaft leicht auszusprechen ist. Bei einem Mädchen wird als Zweitnamen meist der Name der Hebamme gewählt.“

„Mit dem Namen verbinden wir auch ein Stück Lebensgeschichte. Schön ist es, wenn Namen von Schutzpatronen gewählt werden, denn diese schauen unserem Glauben nach zu dem Kind,“ so Pfarrer Wilfried Blum, welcher anmerkte, dass er in seinen 37 Dienstjahren als Priester zwischen 500 und 700 Taufen durchgeführt habe und „trotz meines wunderschönen Vornamens hatte ich bislang nicht die Ehre, ein Kind Wilfried taufen zu können.“

Im Laufe des Abends entstanden noch weitere interessante Gespräche zwischen den Referenten und Besuchern, und so manche offene Fragen wurden geklärt. Zum Abschluss wurden noch ganz persönliche Wünsche symbolisch für alle Kinder in eine Wiege gelegt. Die nächste und vorläufig letzte Veranstaltung von „Muslime und Christen im Gespräch“ zum Thema „So feiern wir unseren Glauben“ findet voraussichtlich am 19. Oktober statt.

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