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Sibratsgfäll hat große Pläne

Sibratsgfäll. Neben dem neuen Wertstoffhof ist auch ein Biomasseheizwerk im Gespräch. Für die kleine Gemeinde ein großer Brocken ist die geplante Realisierung des Wertstoffhofes auf dem gemeindeeigenen Grundstück in der Parzelle „Widum“.

Laut Bürgermeister Reinhold Walser schlägt das Projekt mit 70 000 Euro zu Buche. Der Wertstoffhof soll unmittelbar neben der bestehenden Abwasserreinigungsanlage errichtet werden. Zur Erbauung des Wertstoffhofes war laut Walser eine Änderung im Flächenwidmungsplan erforderlich. Nach langwierigen Verhandlungen mit Geologen und der Wildbachverbauung wurde nun seitens der Behörden endlich grünes Licht für das Bauvorhaben gegeben. „Man ist natürlich aufgrund der Rutschungen im Jahr 1999 übervorsichtig geworden“, äußert sich Walser zu den Bedenken der Geologen. Aber die Abwasserreinigungsanlage stehe schließlich schon 30 Jahre und nie sei etwas passiert, so der Bürgermeister. Nach endlosen Diskussionen und vielen Auflagen zeigte sich, dass das Projekt in entsprechender Bauweise – der Unterbau soll mit Beton und Stahl hinreichend armiert werden – durchaus realisiert werden kann. „Der Wertstoffhof ist für Sibratsgfäll dringend notwendig“, betont Walser, mit dessen Verwirklichung wollen wir endlich dem „Container-Unwesen“ ein Ende setzen“. Die Container seien während der Hauptsaisonszeiten übervoll und im Winter eingeschneit, argumentiert der Gemeindechef. In Kürze wird mit den Bauarbeiten begonnen, die Inbetriebnahme soll laut Walser noch dieses Jahr erfolgen.

Wanderwegenetz

Ausgebaut werden derzeit auch das Wanderwegenetz und die Mountainbikestrecken in Sibratsgfäll. Laut Reinhold Walser fehlen noch bestimmte zusammenführende Strecken im Güterwegebereich. „Es fehlt ein Steckenabschnitt von 400 Metern“, erklärt Walser, „die Güterwege Fugen, Grümpel und Neualpe sollen mit dem auf Hittisauer Gemeindegebiet befindlichen Güterweg Güntle verbunden werden“. Der Ausbau verzögerte sich, weil laut Walser die Finanzierung noch nicht gesichert war. Dem ist nun nicht mehr so. Die Investition wird zu 60 Prozent aus Förderungsmitteln getilgt, den Selbstbehalt übernehmen Sibratsgfäll, Balderschwang und Hittisau gemeinsam.

Biomasseheizwerk

Ein großer Wunsch der Gemeinde ist ein Biomasseheizwerk. Eine Studie wurde bereits erstellt. „Die Durchführung des Großprojekts ist vom Standort abhängig“, berichtet der Bürgermeister. „Wenn wir das Bestandsgebäude nutzen können wird ein Biomasseheizwerk bald keine Zukunftsmusik mehr sein“, gibt sich Bürgermeister Walser zuversichtlich. Geplant ist, das Heizwerk in den Kellerräumen des Gemeindehauses unterzubringen. „Sollte ein separates Gebäude notwendig sein, wird sich das Projekt wirtschaftlich eher nicht rechnen“, resümiert Reinhold Walser.

Annemarie Kaufmann

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