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Show der Muskelmänner

©VOL Live/ Hartinger
(VN) Dornbirn - Die Sonderausstellung „Muskelspiele“ ist ein Renner der Herbstmesse.
Bilder vom zweiten Messetag
Bilder vom zweiten Messetag I
VOL Live hat sich umgesehen

Die Männer aus dem Waldviertel – woher sonst – wissen mit Axt und Säge umzugehen. Das kann das Publikum in Halle 6 hautnah erleben. Innerhalb von wenigen Sekunden zerteilen sie mit der immerhin 17 Kilogramm schweren Handsäge wie in guten alten Zeiten Holzsstämme. Nicht nur diesen Kraftakt haben sie lange trainiert. Auch bei den anderen Disziplinen, die zum Handwerk des Holzfällers gehören, sind die Muskelpakete aus Niederösterreich wahrscheinlich nur schwer zu schlagen. Den Beweis wollen sie am Sonntag erbringen: Dann steigt in der Halle das Eurojack-EM-Finale. Ein für unsere Gegend exotischer, weil fast unbekannter Wettbewerb. Das hat sich jetzt geändert. Das Sägen und Axtschwingen ist seit der ersten Messestunde ein Publikumsrenner. „Papa, kannst du das auch?“ Der Vater des kleinen Bernhard muss zugeben, dass die Männer auf der Bühne vielleicht doch ein bisschen besser sind als er. Das glaubt ihm sein Sohn auf Anhieb. Denn in wenigen Sekunden einen zehn Meter hohen Baum mit einfacher Technik zu erklimmen, hat der Vater aus gutem Grund wohl noch nicht versucht. „Mensch, hout dia.“ Der Herr aus dem Publikum meint die Axt. Tatsächlich soll sie so scharf sein, dass sie sich als Rasiermesser eignen würde. Das muss wohl so sein, denn die Männer hacken tatsächlich den Wipfel einer mächtigen Tanne mit einigen wenigen Hieben ab. Und das in schwindelnder Höhe auf einem schwankenden Brett. Gut beraten sind die Zuschauer, sich bei einer anderen Disziplin einen Gehörschutz zu besorgen oder sich wenigstens die Ohren zuzuhalten. Denn wenn die Motorsäge mit knapp 70 PS, die die Kette auf über 200 Kilometer pro Stunde antreibt, in Betrieb geht, ist die Lautstärke gut und gern mit dem Höllenlärm eines startenden Düsenjägers vergleichbar. Dass mit der Powersäge selbst die dicksten Baumstämme innerhalb weniger Sekunden geknackt werden, wundert keinen. Allerdings ist das Gerät nicht jedermanns Sache. „Dia kascht nid brucha“, kann sich der Zuschauer Toni Winsauer, der sein ganzes Leben im Wald verbracht hat und sich mit dem Holzen auskennt, nicht vorstellen, dass er jemals ein solches Monstergerät in die Hand nimmt. Auch auf den anderen Bühnen in Halle 6 lassen Athleten ihre Muskeln spielen. Einer von ihnen ist Wilfried Kohler, der nicht das erste Mal ein Telefonbuch nach dem anderen zerreißt. Daneben stellen Stemmer, Boxer oder Grappler ihre Sportarten vor.

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