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"Sex-Roulette" mit HIV-Infizierten in Vorarlberg (noch) kein Thema

Experten der Aidshilfe sprechen über "Sex-Roulette".
Experten der Aidshilfe sprechen über "Sex-Roulette". ©Julia Nussbaum
Teil 2: "Sex-Roulette" sorgt für weltweites Entsetzen. VOL.AT hat bei Experten der Aidshilfe Vorarlberg nachgefragt, wie sie diese Sexual-Praktik sehen und ob das auch bei Jugendlichen in Vorarlberg ein Thema ist.
"Sex-Roulette" gefährlicher Trend

Junge Menschen sollen ihre Sexualität ausleben. Aber sie müssen sich durch Kondome vor ansteckenden Krankheiten wie dem HI-Virus schützen, meint Sexualpädagoge Jochen Guggenberger. Für das Ländle kann Guggenberger Entwarnung geben – Das “Sex-Roulette” wird unter Jugendlichen in Vorarlberg nicht praktiziert.

Hemmschwelle für HIV gesunken

Die junge Generation hat eine immer geringere Hemmschwelle für HIV. Das liegt vor allem an den großen Fortschritten in der Medizin, sagt die Leiterin der Aidshilfe Vorarlberg, Renate Fleisch. Dadurch haben mittlerweile auch HIV-positive Menschen eine normale Lebenserwartung. Trotzdem ist HIV nach wie vor eine unheilbare Infektion, merkt die Expertin an. Deshalb sollen sich die Jugendlichen mit Kondomen vor einer Ansteckung schützen.

Pille vom Schwarzmarkt

Mehrere Jugendliche haben ungeschützten Sex miteinander – wobei einer von ihnen mit HIV infiziert ist. Im Vorfeld werden gerne Pillen verteilt, die vor der Ansteckung mit dem Immunvirus schützen sollen. Zwar gibt es tatsächlich solche Pillen, sogenannte PrEP – diese sind in Europa noch nicht zugelassen und sehr teuer. Auf den Partys findet man daher meist PrEP vom Schwarzmarkt – und wohl ohne Wirkstoffe.

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