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Sex mit Chatfreundin: Österreicher (18) im US-Knast

18-Jähriger sitzt in U-Haft
18-Jähriger sitzt in U-Haft ©Youtube
Ein 18-jähriger Österreicher ist am Montag im US-Bundesstaat Florida in Sarasota County festgenommen worden. Der Teenager reiste in die USA, um dort seine 15-jährige Chat-Bekanntschaft zu treffen.

Es soll dabei auch zu Sex gekommen sein, was in Florida einen Verstoß gegen das Schutzalter von 16 Jahren bedeuten würde. Er wurde laut Angaben der örtlichen Polizei ins Bezirksgefängnis gebracht.

“Ein Österreicher ist in den USA in Untersuchungshaft. Ihm wird unzüchtiges Verhalten mit einer Person unter dem nach dem Recht im betreffenden Bundesstaat festgelegten gesetzlichen Schutzalter vorgeworfen. Die österreichische Botschaft in Washington ist mit diesem Konsularfall befasst”, sagte Thomas Schnöll, der Sprecher des Außenministeriums, der APA.

200.000 US-Dollar Kaution

Für die Freilassung wurde eine Kaution in der Höhe von 200.000 US-Dollar (ca. 170.000 Euro) festgelegt. Wie mehrere US-Medien berichteten, hatten der Oberösterreicher und eine 15-Jährige US-Amerikanerin bereits mehrere Monate lang romantische Kontakte per Internet, ehe er sich dazu entschloss, in die USA zu reisen. Dort mietete sich der Teenager eine Unterkunft, in der er und das Mädchen schließlich von der Polizei aufgefunden wurden, nachdem die Mutter der 15-Jährigen nach deren Verschwinden diese alarmiert hatte.

15-Jährige hatte Sex mit dem Österreicher
15-Jährige hatte Sex mit dem Österreicher ©Youtube

Laut Behördenangaben war sich der 18-Jährige seiner straffälligen Handlungen nicht bewusst, schrieben mehrere Online-Medien. Weitere Anklagepunkte könnten noch folgen, da auch Fotos und Videomaterial sichergestellt wurde, die bei den Chats der beiden entstanden sein sollen. Die Anklageerhebung ist für Mitte September vorgesehen, hieß es auf der Webseite des County-Sheriffs-Office. Im Falle einer Verurteilung wegen des ihm vorgeworfenen Delikts “Lewd or Lascivious Molestation” (Anstößigkeit, Anm.) drohen im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Haft.

Botschaft vermittelte Anwalt

Dem  18-jährigen Oberösterreicher geht es “den Umständen entsprechend gut”. Das sagte Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums, am Donnerstag auf APA-Nachfrage. “Die österreichische Botschaft in Washington hat einen Rechtsanwalt vermittelt, den der Inhaftierte bereits mit der anwaltlichen Vertretung beauftragt hat”, teilte Schnöll mit.

Der 18-Jährige sei bei guter Gesundheit. Es habe bereits per Telefon direkten Kontakt zu ihm gegeben, so der Sprecher. “Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit; Anm.) wird erstmals ein Haftbesuch des Anwalts stattfinden. Der nächste Gerichtstermin ist nach Angaben der US-Behörden für den 14. September festgelegt.”

Fall wäre in Österreich nicht strafbar

In Österreich wäre das Verhalten des Oberösterreichers – legt man der rechtlichen Beurteilung die von US-Medien beschriebene Sachlage zugrunde – nicht strafbar. Für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 21 sind in Österreich explizit geschlechtliche Handlungen mit Unmündigen unter 14 Jahren verboten. Hat der bzw. die Jüngere das 14. Lebensjahr bereits vollendet, ist aber noch keine 16, wäre Strafbarkeit nur dann gegeben, wenn der bzw. die Ältere die eigene altersbedingte Überlegenheit ausspielt und sich die mangelnde Reife des Partners zunutze macht. Darauf gibt es im konkreten Fall keine Hinweise.

Es gibt auch keine Indizien, dass sich das Mädchen in einer Zwangslage befunden und von dem Burschen Geld bekommen hätte, was in Österreich Strafbarkeit bewirken könnte. Der junge Oberösterreicher dürfte die 15-Jährige auch nicht getäuscht und keine sonstigen Handlungen gesetzt haben, die ihre sittliche, seelische oder gesundheitliche Entwicklung gefährden hätten können. Unter Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters ist in Österreich Sex ab dem zwölften Lebensjahr erlaubt, sofern der Altersunterschied nicht mehr als vier Jahre ausmacht. Zu beachten ist dabei, dass keine Sexualpraktik vollzogen wird, die den unmündigen Partner in einen qualvollen Zustand versetzt oder in besonderer Weise erniedrigt.

(APA)

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