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Seniorenermäßigung bei Öffis: Altersgrenze steigt auf 64 Jahre

Die Altersgrenze für Seiorenermäßigungen wird angehoben.
Die Altersgrenze für Seiorenermäßigungen wird angehoben. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Ab 1. Jänner steigt die Altergrenze für Seniorenermäßigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln auf 64 Jahre. Davon betroffen sind etwa auch die Wiener Linien und die ÖBB.

Die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, kritisiert die Erhöhung der Grenze als "ungerecht".

Seniorenermäßigung: Altersgrenze wird alle zwei Jahre erhöht

2014 wurde die Altersgrenze von 60 auf 61 Jahre angehoben. Seither findet alle zwei Jahre eine weitere Erhöhung der Altersgrenze um ein weiteres Jahr statt, mit 1. Jänner 2020 werden 64 Jahre erreicht, 2022 dann 65 Jahre. Hintergrund ist ein höchstgerichtliches Urteil, dass eine altersmäßige Differenzierung bei öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Männern und Frauen nicht zulässig sei, obwohl das gesetzliche Pensionsalter für Frauen bei 60 und für Männer bei 65 Jahren liegt.

Erhöhung auf 64 Jahre "ungerecht"

Korosec findet es ungerecht, dass Personen, die bereits in Pension, aber noch keine 64 Jahre als sind, keine Ermäßigung bekommen, da sie in der Regel ein deutlich geringeres Einkommen haben als aktiv Erwerbstätige. Die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes forderte am Montag in einer Aussendung, dass Pensionisten, die noch nicht 64 sind, auch die Ermäßigung bei öffentlichen Verkehrsmitteln in Anspruch nehmen können. Damit würde insbesondere Frauen geholfen, deren gesetzliches Pensionsalter bei 60 Jahren liegt.

Kritik von AK und Pensionistenverband

Kritik an der Anhebung der Altersgrenze für Seniorenermäßigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln auf 64 Jahre übten am Montag auch die Arbeiterkammer und der SPÖ-Pensionistenverband. Beide verwiesen darauf, dass damit bereits rund 400.000 Pensionisten und Pensionistinnen systematisch benachteiligt würden.

Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth sprach in einer Aussendung von einer "unfassbaren Ungerechtigkeit, die auch wirklich jeder Logik zuwiderläuft". Niemand könne verstehen, "warum ein männlicher 64-jähriger Gutverdiener zum ermäßigten Seniorentarif unterwegs ist, während eine 63-jährige Mindestpensionistin nun ein weiteres Jahr warten muss, bis sie in den Genuss des vergünstigten Tickets kommt." Die Seniorenermäßigung lediglich an das Alter und nicht zum Beispiel an einen vorliegenden Pensionsbescheid zu knüpfen, ist für Wohlmuth "ein wahrhafter Schildbürgerstreich".

Westbahn als positives Beispiel: Seniorentarif ab 60

Wohlmuth verweist auch auf positive Beispiele: Bei der Westbahn gelte der Seniorentarif generell ab 60. Und bei der Linz AG gelte zwar ab 1. Jänner 2020 auch die generelle Altersgrenze von 64 Jahren, aber mit dem Zusatz, dass auch alle jüngeren Personen mit einer Eigenpension eines gesetzlichen Pensionsversicherungsträgers Anspruch haben. Der Pensionistenverband wünscht sich die Einführung eines österreichweit gültigen Pensionisten-Tickets.

Die AK ruft den Bund und die Länder dringend auf, als Sofortmaßnahme die geplante Erhöhung des Antrittsalters auf 64 Jahre auszusetzen und bei der aktuellen Grenze von 63 Jahren zu bleiben. Mittelfristig fordert die AK von der künftigen Regierung, die Seniorenermäßigung mit dem realen Pensionsantritt zu koppeln. Auch eine Staffelung nach sozialen Kriterien hält die AK für denkbar. "Wer eine sehr hohe Pension bezieht, braucht die Seniorenermäßigung weniger, als jemand, der keine 1.000 Euro im Monat zur Verfügung hat", meinte AK-Präsidentin Renate Anderl.

(APA/Red)

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