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Selenskyjs Ehefrau fordert in Davos "geeinte Front"

Olena Selenska.
Olena Selenska. ©AFP
Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Olena Selenska, hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine geeinte Front der Weltgemeinschaft gegen Russland gefordert.

"Es ist Einheit, die Frieden zurückbringen kann", sagte Selenska am Dienstag bei ihrer Rede in dem Schweizer Skiort und warnte davor, dass sich der Krieg auch über die Grenzen ihres Landes ausweiten könnte.

Gefahr einer Atomkatastrophe

Selenska schilderte, wie verzweifelte Eltern in der Ukraine zusehen müssten, wie Ärzte um das Leben ihrer Kinder kämpften, und wie Bauern Angst hätten, wieder auf ihre Felder zu gehen, weil dort Minen gelegt worden seien. Auch auf die Gefahr einer möglichen Atomkatstrophe ging die ukrainische Präsidentengattin ein. "Wir können nicht erlauben, dass es zu einem weiteren Tschernobyl kommt", sagte sie.

Am Mittwochnachmittag sollte auch Präsident Selenskyj per Video in Davos zugeschaltet werden.

Krieg, Klimawandel, Krisen

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie konnte das Weltwirtschaftsforum wieder regulär im Winter stattfinden. Hunderte Regierungsvertreter, Konzernchefs, Akademiker und Aktivisten diskutieren dort unter anderem über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, den Klimawandel und andere drängende Krisen unserer Zeit. Neben Selenska sprachen am Dienstag auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der chinesische Vizeregierungschef Liu He. In Dutzenden Gesprächsrunden standen so unterschiedliche Themen wie Gleichberechtigung, der Kampf gegen Plastikmüll und Tuberkulose oder die Chancen durch die Klimawende auf dem Programm. Auch der Schauspieler und Aktivist Idris Elba sollte am Dienstag zu Wort kommen.

Der Krieg in der Ukraine mit all seinen Folgen war aber wohl eines der zentralsten Themen in Davos, vor allem für die Delegation aus Kiew, der neben Selenska unter anderem auch der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko und der Minister für digitalen Wandel, Mychailo Fedorow, angehörten. Klitscho forderte am Montag alle international tätigen Konzerne auf, ihre Geschäfte mit Russland komplett einzustellen. "Jeder Dollar, den ihr nach Russland schickt, ist blutiges Geld", sagte er.

(APA)

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