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"Sein Kopf ist nicht mehr in Altach"

SCRA-Präsident Werner Gunz von der Reaktion seines Trainers nicht überrascht. Im "VN"-Interview nimmt Gunz Stellung zur momentanen Trainerproblematik in Altach.

VN: Da nimmt sich der Präsident eine Woche Urlaub und schon steht der Verein ohne Trainer da?

Werner Gunz: Halt, eigentlich haben wir uns vor meiner Abreise ausgesprochen. Vor dem GAK-Heimspiel habe ich mit Michael Streiter die Causa Leonardo besprochen. Ich bin ganz klar hinter ihm gestanden, war für eine Bestrafung, obwohl sich Beobachter angesagt hatten. Aber ich habe ihm auch gesagt: ,Löse das Problem und zwar mit Fingerspitzengefühl.Ñ Ich habe dem Trainer sogar einen Lösungsansatz gegeben. Ich hatte das Gefühl, wir haben einen gemeinsamen Nenner.

VN: Da haben Sie sich aber mächtig getäuscht. Mehr noch, jetzt steht der Klub als Sündenbock da?

Gunz: Er vergisst, dass er Angestellter und nicht Alleinherrscher ist. Sein Kartenhaus wird noch zusammenfallen, auch wenn er sich jetzt in der Märtyrerrolle in der Medienlandschaft gefällt. Der Trainer vergisst, dass er zuvor einige Eigentore geschossen hat.

VN: Klären Sie uns auf?

Gunz: Schon nach der Niederlage beim GAK ist er auf mich zugekommen und sagte, dass er es verstehen würde, wenn der Verein den Vertrag auflösen möchte. Ich habe ihm gesagt, dass wir voll hinter ihm als Trainer stehen. Nun denke ich, dass er nur einen Grund gesucht hat, um aus dem Vertrag zu kommen.

VN: Was werfen Sie ihm noch vor?

Gunz: Wir haben ihm eineinhalb Jahre alle Wünsche erfüllt, die finanziell machbar waren. Er wollte, dass wir Modou Jagne länger binden, wir haben es getan und er hat ihn links liegen gelassen. Er sagte, er habe mit Leo noch viel vor und werde ihn weiterbringen. Deshalb haben wir ihn nicht zur Austria ziehen lassen, obwohl wir mit dem Geld die Tribüne bauen hätten können. Aber der Spieler nützt uns nichts, wenn ihn der Trainer jetzt ein halbes Jahr ins Eck stellt.

VN: Aber der Spieler soll den Trainer beleidigt haben?

Gunz: Auch Herr Streiter hat Worte gewählt, die ein Vorgesetzter nicht sagen darf. Dafür gibt es Zeugen. Außerdem gibt es bei uns, wie in jeder Firma, Spielregeln – und daran muss sich auch ein Herr Streiter halten.

VN: Wie haben Sie von den Vorkommnissen erfahren?

Gunz: Am Mittwoch habe ich nach dem Pasching-Spiel mit dem Trainer telefoniert und ihm gratuliert. Am Donnerstag hat mich unser Sportchef angerufen und gesagt: Der Trainer reist ab. Komisch, aber irgendwie hatte ich nach der Straka-Entlassung in Innsbruck ein Gefühl, dass etwas passieren würde. Der FC Tirol ist Streiters Traum, das habe ich immer gewusst. Deshalb habe ich ihm auch mündlich zugesagt: Wenn es so weit kommt, dann finden wir eine Lösung. Sein Kopf ist einfach nicht mehr in Altach und das ist sein Problem.

VN: Was erwarten Sie nun von Ihrem Trainer?

Gunz: Er meint, er ist beurlaubt, aber jede Beurlaubung endet. Also erwarte ich, dass er zum Training erscheint. Er sollte jetzt Charakter zeigen. Soll er doch sagen, dass er nicht mehr mag, dann können wir darüber reden. Bisher hat er jedes Problem mit mir besprochen; jetzt, wo wir eines haben, ist er nicht mehr erreichbar. Nur über die Medien mit uns zu kommunizieren ist einfach zu wenig.

VN: Also brauchen Sie nun einen neuen Trainer?

Gunz: Wieso? Vorerst wird Rade Plakalovic diese Agenden wahrnehmen. Bevor das Thema Streiter nicht sauber beendet ist, werden wir uns auch nicht nach einem Trainer umsehen.

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