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Sein Bubentraum: "Kirurg"

Bregenz – Patrick Clemens hat als Arzt seinen Platz gefunden, mahnt aber Verbesserungen ein.

In wenigen Wochen erwarten Patrick Clemens und seine Frau das erste Kind. Er freut sich „riesig“ auf die Tochter. Denkt sogar an Väterkarenz. „Das Baby ist die Überlegung wert“, sinniert er. Doch da ist auch noch sein Job als Spitalsarzt am LKH Bregenz, der ihm sehr viel Zeit abverlangt. Oft mehr, als der Arbeitstag eigentlich vorsehen würde. Den Patienten zuliebe bleibt der Jungmediziner häufig länger. Trotzdem will er versuchen, mehr für seine Familie da zu sein. „Der feste Wille ist vorhanden“, versichert Patrick Clemens mit erwartungsfrohem Lächeln.

Dienst nach Feierabend

Die letzten Wochen des vergangenen Jahres waren geprägt von der Diskussion um Ärztemangel, schlechte Arbeitsbedingungen und eine noch schlechtere Entlohnung in den Krankenhäusern. In einer Umfrage hat die Standesvertretung nun die Befindlichkeit der Mediziner abgefragt. Heute werden die Ergebnisse präsentiert. Egal, wie sie ausfallen, für Dr. Patrick Clemens bleibt sein Beruf ein Traumberuf. Schon im Erstkommunionbuch vermerkte er, einmal „Kirurg“ werden zu wollen. Auf das Fachgebiet hat sich der Turnusärztevertreter noch nicht festgelegt. Dafür interessiert ihn zu viel. „Ich habe in allen Abteilungen alles gerne gemacht“, erzählt der rotgelockte Ballsportfan. Aber er machte auch überall die Erfahrung, dass es an der nötigen Zeit für die Patienten mangelt. Zu viele Patienten für zu wenig Zeit, das sei die Problematik. Um Patienten jedoch gut betreuen und ihre Fragen verständlich beantworten zu können, brauche es Zeit. Deshalb kommt es nicht selten vor, dass Patrick Clemens die Stunden, die ihm während des Tages für die Patienten- oder Angehörigenbetreuung fehlen, an den Feierabend anhängt. Was mitunter, wie er treuherzigen Blickes zugibt, für eheliche Spannungen sorgt, wenn er wieder einmal einen privaten Termin vergessen hat. „Die Familie muss oft verzichten“, räumt er ein. Deshalb ist er bemüht, zumindest die Zeit, die ihm mit seiner Frau bleibt, intensiv zu nützen. Denn es sind nicht nur die normalen Dienste oder die zwei bis drei Wochenenden im Monat, welche das persönliche Zeitkonto beschränken.

Teures Zusatzwissen

Patrick Clemens muss auch regelmäßige Fortbildungen absolvieren. „Das ist die Pflicht des Arztes den Patienten gegenüber“, meint er lakonisch. Dass die aber das Geld aus der eigenen Tasche kostet, nimmt der Bregenzer nicht so stoisch hin. Zusatzwissen ist nämlich teuer. Allein die Akupunktur-Ausbildung kam auf gut 3000 Euro. „Beim Gehalt wäre schon aus diesem Grund ein bisschen Aufholbedarf gegeben“, merkt er an. Auch die Arbeitszeit jener Sekretärin, welche die Ärzte etwas von den administrativen Tätigkeiten entlastet, könnte seiner Ansicht nach ausgeweitet werden. „Eine gute Sekretärin ist Gold wert“, hat Patrick Clemens festgestellt. Speziell auf der Internen Abteilung, wo besonders viele Daten anfallen. Trotz der Hektik rund um ihn ist der 29-jährige Vater in spe die Ruhe selbst. „Ich bin glücklich, diesen Beruf zu haben“, sagt er. Blickt man in sein rundes, freundliches Gesicht, glaubt man ihm aufs Wort.

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