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Schwungvoller Handel mit EU-Domains

Bei Ebay hat sich ein schwungvoller Handel mit EU-Domains etabliert. So wurde www.fussball2006.eu für 200,00 Euro Startpreis eingestellt.

Die Domain kann auch sofort gekauft werden – für 4.999,00 Euro, berichtet das Fachmagazin Internet Professionell. Besonders dreist ist ein Händler, der ein Paket mit 42 Adressen anbietet, darunter auch www.ibey.eu. Startpreis: 7.500,00 Euro. Viele der insgesamt rund 1,5 Millionen bisher vergebenen EU-Adressen wurden ohnehin nur zum Weiterverkauf registriert, schätzen Insider. Bei Sedo gibt es derzeit schon rund 400 EU-Domains zum Preis von jeweils rund 10.000 Euro. Auffälligerweise ist das genau der Preis, den die vielen Pseudo-Registrare auch für ihre Registrierung bei der Eurid bezahlt haben. Rund ein Drittel der zugeteilten Domains sollen deutsche Besitzer erhalten haben, gefolgt von Großbritannien (20 Prozent) und den Niederlanden (12 Prozent).

Allerdings werden massive Vorwürfe gegen die EU-Domain-Vergabestelle Eurid erhoben. Sie habe durch mangelhafte Kontrollen der angemeldeten Registrare Domainhändlern Tür und Tor geöffnet. Leidtragende seien demnach vor allem die Europäer, die sich “von amerikanischen Domain-Profis Tausende guter Domains haben klauen lassen”, schreiben Blogger. In der Tat waren in den letzten zwei Wochen vor der Vergabe am 7. April Hunderte von Last-Minute-Registrierungen auf der Registrar-Seite aufgefallen – überwiegend aus den USA und bemerkenswert viele mit fast gleichlautenden Firmennamen und identischer Postadresse.

Der Vorwurf an die Eurid: Die Registrierungebehörde hat diese Registrare offenbar in keiner Weise überprüft. Die Anmeldegebühr von 10.000 Euro rechnet sich für die Registrare aber schon, wenn sie nur eine einzige Top-Domain erhalten haben und für deutlich höhere Beträge wieder verkaufen können. Viele dieser Firmen seien erst kürzlich gegründet worden und hätten zuvor nichts mit dem Domain- oder Hosting-Geschäft zu tun gehabt. Statt zu prüfen, ob hinter diesen Registraren tatsächlich echte Kunden mit Wohnsitz in der EU stünden, habe die Eurid diese Registrare einfach zu gelassen und so ernsthafte Registrare und deren echte Kunden bei der EU-Domainvergabe massiv benachteiligt.

Quelle: www.internet-pro.de

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