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Schwere Dopingvorwürfe

Nach den von der Sportzeitung "L’Equipe" aufgedeckten positiven Dopingproben von Lance Armstrong bei der Tour de France 1999 (EPO) berichtet nun "Le Monde" von neuen, schweren Anschuldigungen.

Die französische Zeitung beruft sich in einem Artikel der Freitag-Ausgabe auf Zeugenaussagen vor einem Gericht in Dallas: Armstrongs Ex-Teamkollege Frankie Andreu und dessen Gattin haben demnach unter Eid ausgesagt, Armstrong habe vor einer Krebsoperation 1996 in ihrer Anwesenheit einem Arzt anvertraut, EPO, Testosteron, Wachstumshormone und Cortison genommen zu haben. “Laut den neuen Zeugenaussagen, die von Oktober 2005 bis Jänner 2006 vor einem Gericht in Dallas abgegeben wurden, hat der siebenfache Tour-de-France-Sieger am 28. Oktober 1996 einem Arzt des Indiana-Universitäts-Hospitals gesagt, er habe leistungssteigernde Substanzen verwendet”, schreibt “Le Monde”.

Damit gerät Armstrong neuerlich in schiefes Licht. Der Rad-Superstar, der seine Karriere nach dem siebenten Toursieg Ende Juli 2005 beendet hat, hat stets beteuert, nie leistungssteigernde Mittel genommen zu haben. Gegen die Berichte über seine EPO-Einnahme bei seinem ersten Toursieg 1999 hat Armstrong nie geklagt, sehr wohl aber zuvor gegen Autoren diverser Bücher mit ähnlichen Beschuldigungen. Er sagte am 30. November 2005 vor dem Gericht in Dallas aus, kein einziger Arzt des Indiana-Hospitals habe ihn über Dopingsubstanzen befragt.

Armstrong hat wegen Hodenkrebs von Herbst 1996 bis Frühling 1998 keine Rennen bestritten und von 1999 bis 2005 als erster und einziger Fahrer siebenmal in Folge die Tour de France gewonnen.

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