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Schwer misshandelt: Baby in Lebensgefahr

Baby nach schweren Misshandlungen in Lebensgefahr
Baby nach schweren Misshandlungen in Lebensgefahr ©Photo by Nynne Schrøder on Unsplash
Ein drei Monate alter Bub ist in Wien mit schwersten Gehirnverletzungen in einem Krankenhaus notoperiert worden.

Die Ärzte diagnostizierten ein Schütteltrauma, berichtete die Polizei am Samstag. Die unter Verdacht stehenden Eltern bestritten die Vorwürfe. Beide wurden angezeigt, gegen den Vater wurde Untersuchungshaft "in Aussicht gestellt", hieß es im Bericht.

Not-OP und künstlicher Tiefschlaf

Die Mutter hatte am Donnerstag die Rettung verständigt. Bei ihrem Sohn habe sie beunruhigende gesundheitliche Veränderungen, wie unregelmäßige Nahrungsaufnahme, überdurchschnittliches Schlafbedürfnis und unnatürliche Schreie, bemerkt, sagte die 30-Jährige. Im Spital wurden ältere, vermutlich Wochen zurückliegende und frische Verletzungen am Gehirn festgestellt.

Seit der umgehend durchgeführten Notoperation befindet sich der Säugling in künstlichem Tiefschlaf. Laut den behandelnden Ärzten besteht akute Lebensgefahr, berichtete die Polizei.

Eltern bestreiten Misshandlungen

Beamte des Landeskriminalamtes führte Einvernahmen beider verdächtiger Elternteile durch. Sowohl die Mutter als auch der 35-jährige Vater, im Bezirk Liesing wohnhafte österreichische Staatsbürger, "bestritten vehement, das Kind misshandelt oder geschüttelt zu haben", so die Polizei.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden beide wegen des Verdachts des Quälens oder Vernachlässigen einer unmündigen oder wehlosen Person angezeigt. Die Ermittlungen waren noch im Laufen.

(APA)

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