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"Schweiz ist ein Hot Spot" - Restriktive Schritte ab Mitternacht

Ab Donnerstag wird das öffentliche und soziale Leben in der Schweiz eingeschränkt
Ab Donnerstag wird das öffentliche und soziale Leben in der Schweiz eingeschränkt ©APA-Keystone - URS Flueeler
Das Vorarlberger Nachbarland beschränkt ab Donnerstag Gastronomierechte und Freizeitaktivitäten und verbietet Großveranstaltungen. - Der Schweizer Franken dürfte wegen der 2. Welle unter Druck kommen.

Der Schweizer Bundesrat hat die Schraube im Umgang mit dem Coronavirus wieder angezogen. Nach stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen haben die Eidgenossen neue Beschränkungen für das öffentliche und soziale Leben verhängt.

Schweiz beschränkt Gastronomie und Freizeit - "Schweiz ist Hotspot"

Bars und Restaurants müssen abends um 23 Uhr schließen, Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt, wie der Bundesrat in Bern am Mittwoch erklärte. Tanzlokale werden völlig geschlossen, die Maskenpflicht wird ausgedehnt. Die Maßnahmen gelten ab Donnerstag und sind zeitlich unbefristet.

Schweiz ist ein "Hot Spot"

Einreisende müssen nur noch in Quarantäne, wenn sie aus einem Gebiet kommen, dessen sogenannte 14-Tages-Inzidenz - die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle pro 100 000 Einwohner in dem Zeitraum - mehr als 60 Fälle über dem der Schweiz liegt. Am Mittwoch lag der Wert in der Schweiz und Liechtenstein bei 762,5, in Deutschland im Vergleich dazu laut EU-Gesundheitsagentur ECDC bei 156,2. "Die Schweiz ist jetzt ein Hotspot auf europäischem Gebiet", sagte Bundesrat Alain Berset.

Am Mittwoch hatten die Schweiz und Liechtenstein 8616 Neuinfektionen in 24 Stunden verzeichnet, erneut ein deutlicher Anstieg in den zwei Ländern mit zusammen rund 8,6 Millionen Einwohnern. 28 Prozent aller Corona-Tests waren positiv. Zur Ergänzung der bereits jetzt voll ausgelasteten Laborkapazitäten von rund 30 000 PCR-Tests am Tag sollen ab kommender Woche auch 50 000 Antigen-Schnelltests pro Tag bereitstehen.

Großveranstaltungen werden ab Donnerstag verboten

Maximal erlaubt sind Sportveranstaltungen mit bis zu 50 Personen. Die Einschränkung gilt unbefristet. Betroffen sind vorerst von den neusten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus im Sport insbesondere die Meisterschaften im Fußball und Eishockey. Die Swiss Football League sowie die National und Swiss League müssen das weitere Vorgehen noch eruieren. Sie wollen die Meisterschaften nur im äußersten Notfall noch einmal unterbrechen, so wie sie es im März getan haben.

Trainings und Wettkämpfe sind im Profibereich weiter erlaubt. Im Breitensport gilt ein Limit von maximal 15 Personen.

Sportveranstaltungen in Schweiz werden Geister-Events

Maximal erlaubt sind Sportveranstaltungen mit bis zu 50 Zuschauern, was quasi Geister-Events gleichkommt. Die Einschränkung gilt unbefristet. Swiss Ski hatte schon vorgebaut und sämtliche Bewerbe ohne Zuschauer geplant.

Trainings und Wettkämpfe sind im Profibereich weiter erlaubt. Somit können auch die Schweizer Weltcuprennen im Ski alpin (St. Moritz, Adelboden, Wengen, Crans-Montana, Lenzerheide), Skispringen (Engelberg) und Ski nordisch (Davos, Val Müstair) stattfinden. Bei den Alpinen und den Skispringern hatte Swiss Ski bereits vorgängig beschlossen, auf Zuschauer zu verzichten.

Betroffen sind im Profisport von den neusten Maßnahmen insbesondere die Meisterschaften im Fußball und Eishockey. Die Swiss Football League (SFL) sowie die National und Swiss League im Eishockey müssen das weitere Vorgehen noch eruieren. In einer ersten Reaktion teilte etwa die SFL mit, alles daran setzen zu wollen, die Meisterschaften weiterzuführen. Eine ähnliche Tendenz soll es auch im Profi-Eishockey geben. Die massive Einschränkung der Zuschauer bringt die Clubs aber in Existenznöte.

Im Breitensport gilt in Innenräumen ein Limit von maximal 15 Personen sowie Masken- und Abstandspflicht. Ausnahmen bei der Maskenpflicht sind möglich, wenn großzügige Raumverhältnisse vorherrschen, wie etwa in Tennishallen.

Überblick: Schweiz verschärft die Maßnahmen ab Mitternacht

  • Maskenpflicht, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann
  • Clubs und Tanzlokale müssen schließen
  • Restaurants und Bars: Nur vier Personen dürfen an einem Tisch, außer es handelt sich um Familien mit Kindern
  • Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr
  • Events mit mehr als 50 Personen werden verboten
  • Privat dürfen sich maximal 10 Personen treffen
  • Sportliche oder kulturelle Aktivitäten in der Freizeit mit mehr als 15 Personen sind verboten.
  • Profi-Sportler und Künstler dürfen weiterhin trainieren und proben: Laienchöre dürfen allerdings nicht mehr proben.
  • Präsenzunterricht an Hochschulen ist ab Montag verboten
  • Politische Demonstrationen und Sammeln von Unterschriften für Volksinitiativen ist weiterhin erlaubt, wenn die Schutzmaßnahmen eingehalten werden.

Die Kantone können die Maßnahmen noch weiter verschärfen.

Ökonomen in Sorge um Schweizer Wirtschaft wegen 2. Coronawelle

Die Schweizer Wirtschaft dürfte nach Meinung von Ökonomen bald die zweite Coronawelle zu spüren bekommen. Diese könnte auch den Schweizer Franken wieder etwas stärker unter Aufwertungsdruck setzen. Die monatlich von der Credit Suisse gemeinsam mit dem Institut CFA Society zur Entwicklung der Wirtschaft befragten Experten blicken angesichts der hochschießenden Coronazahlen im Oktober im Vergleich zum Vormonat viel vorsichtiger nach vorne, wie die Credit Suisse mitteilte.

Der CS-CFA-Indikator, der die Einschätzung der Ökonomen für die kommenden sechs Monate misst, ist entsprechend um 23,9 auf 2,3 Punkte nach unten gegangen. Er liegt damit nur noch knapp über der Kontraktionsgrenze. Der eingetrübte Blick nach vorne schlägt sich auch in den BIP-Prognosen für das kommende Jahr nieder.

Zwar haben viele Analysten nach der starken wirtschaftlichen Erholung während der Sommermonate ihre Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2020 nach oben korrigiert. Für 2021 wiederum haben sie aber ihre Erwartungen gesenkt. Der Mittelwert des prognostizierten Wachstums liegt nunmehr bei 1,6 Prozent gegenüber 3 Prozent in der Juli-Umfrage, wie es in der Mitteilung am Mittwoch heißt. Jeder fünfte Umfrageteilnehmer rechnet für das nächste Jahr sogar mit einem erneuten Rückgang des BIP.

Geografisch gesehen sind die befragten Ökonomen für die Eurozone und die USA noch etwas pessimistischer. Hier sind die Umfragewerte in den negativen Bereich gefallen, womit die Experten in diesen Regionen einen Abschwung erwarten. Lediglich für China sind die Aussichten mit plus 21 Punkten nach wie vor klar positiv.

Im Einklang mit dem Stimmungsbarometer sind laut Mitteilung auch die Exporterwartungen abgesackt. Analysten sorgten sich also nicht alleine um die steigenden Fallzahlen in der Schweiz, sondern auch um die wirtschaftliche Lage bei den Handelspartnern.

Vor diesem Hintergrund schwanken auch die Prognosen für den Arbeitsmarkt auf einem weiterhin hohen Niveau. So gehen mehr als 70 Prozent der Umfrageteilnehmer (und damit etwas weniger als im September) von einem Anstieg der Arbeitslosenquote über die Wintermonate aus.

Die steigenden Risiken durch die zweite Welle spiegeln sich auch in den Wechselkurserwartungen. So ist die kurze Phase der Entspannung aus dem Sommer für den Franken jedenfalls vorbei. Die befragten Analysten erwarten mehrheitlich, dass der Franken gegenüber dem Euro erneut aufwerten oder mindestens konstant bleiben wird.

Noch deutlicher ist dies beim "Greenback": 60 Prozent der Analysten schreiben dem Franken gegenüber dem Dollar ein Aufwertungspotenzial zu.

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(APA)

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